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Keine Visa für Kenianische Jugendliche : Bildband im Gepäck

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Musical-Projekt hin, evangelische Kirche her – die Deutsche Botschaft in Kenia stellte sich quer. Zu groß war die Sorge, die 13 eingeladenen Teilnehmer aus Kenia könnten im Anschluss an das Musical-Projekt des Kirchenkreises Rantzau-Münsterdorf einfach in Deutschland untertauchen. Die deutsche Botschafterin in Nairobi, Margit Hellwig-Bötte, erteilte den 13 Kenianern keine Erlaubnis, um am 15. Juni für einen gut zweiwöchigen Aufenthalt nach Schleswig-Holstein einzureisen.

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erstellt am 26.Jun.2012 | 21:35 Uhr

„Ich hoffe sehr, dass die Deutsche Botschaft die von Bischof Ulrich und mir vorgetragenen Argumente bei ihrer Entscheidung berücksichtigt“, erklärte Bundestagsabgeordneter Dr. Ernst Dieter Rossmann (SPD) noch Ende Mai, nachdem er sich gemeinsam mit dem Schleswiger Bischof Ulrich an die Vertretung in Kenia gewandt hatte. Auch die Grünen-Abgeordnete des Kreises, Valerie Wilms, hatte sich in den Visa-Streit eingeschaltet und dem Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) einen Brief geschrieben. Doch die Hoffnung auf eine Freigabe der Einreisegenehmigungen für das kulturelle Projekt „Jenga-Challenge“ der evangelischen Kirche war vergebens. „Das Musical will eine Brücke zwischen den Jugendlichen aus verschiedenen Ländern und Kulturen bauen“, versuchte Wilms noch zu vermitteln.

Da der Prophet nun nicht zum Berg kommen kann, werden Mitglieder der Kirche sich selbst auf den Weg nach Afrika machen. Mit besonderen Geschenken im Gepäck: „Wenn die kenianischen Jugendlichen wegen des Einreiseverbots nicht nach Elmshorn kommen können, dann sollen sie wenigstens einen Bildband aus Schleswig-Holstein und einen Kalender aus Hamburg bekommen“, so Ernst Dieter Rossmann. Als dieser erfuhr, dass die deutschen Jugendlichen nach Kenia reisen, um das Projekt zu verwirklichen, kam ihm die Idee. „Mit dem Bildband und dem Kalender mit Postkarten können die deutschen Jugendlichen den Kenianern ihre Heimat etwas näher bringen“, hofft der Elmshorner Politiker.

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