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Jahresversammlung : Bilanz 2011: Ein turbulentes Jahr mit Höhen und Tiefen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Pinneberg hat sich in seinem Vorstand neu aufgestellt. Die Delegierten der 52 in ihm organisierten Feuerwehren haben am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung in Klein Nordende den Quickborner Wehrführer Christof Fehrs sowie den stellvertretenden Neuendeicher Wehrführer Detlev Boenigk zu neuen Beisitzern gewählt. Kreiswehrführer Bernd Affeldt zog ferner Bilanz über das turbulenteste Jahr seiner Amtszeit.

Fehrs und Boenigk treten die Nachfolge von Werner Krohn (Hetlingen) und Hans Borbe (Klein Nordende) an. Die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder mussten wegen ihres Abschieds aus dem aktiven Feuerwehrdienst auch ihre Ämter auf Kreisebene aufgeben. Sie wurden mit großer Mehrheit zu Ehrenmitgliedern des KFV Pinneberg gekürt. Darüber hinaus erhielten sie die Silberne Ehrennadel des KFV. Der sichtlich überraschte Borbe erhielt zudem das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Die Feuerwehren im Kreis Pinneberg sind im vergangenen Jahr stark gefordert worden. In der von Kreiswehrführer Bernd Affeldt zur Jahreshauptversammlung vorgelegten Bilanz, stieg die Anzahl der Einsätze in 2011 auf 2955, 289 mehr als im Vorjahr. Dies entspricht einem Plus von 10,8 Prozent. Die Steigerungen waren in allen Bereichen zu spüren. 840 Brände stehen 664 Feuern im Jahr 2010 gegenüber; Technische Hilfeleistung: 1239 (2010: 1006), Fehlalarmierungen: 523 (2010: 425) und Notfalleinsätze: 207 (2010: 174). Dabei konnten 289 Menschen gerettet werden, für 47 kam leider jede Hilfe zu spät. Die Arbeit der ehrenamtlichen Helfern lastet auf 40 Schultern weniger. Die Zahl der aktiven Mitglieder ging von 2586 auf 2566 zurück. Erfreulich ist, dass der Frauenanteil dabei größer geworden ist. Rückten 2010 noch 145 Frauen an den Brandherd aus, so waren es vergangenes Jahr bereits 175. Dabei hätten die Wehren, so konstatierte Affeldt in seinem Jahresbericht, über weite Strecken gute Mitgliederwerbung betrieben, zugleich rief er auch zu weiteren Anstrengungen in diesem Bereich auf: „Es handelt sich bei den Aktiven nur um 20 Kameraden, aber wir müssen handeln.“ An die Politik gewandt rief er dazu auf, ebenfalls zu handeln, zum Beispiel in Bezug auf die Beschaffung von Fahrzeugen oder die Erweiterung von Gerätehäusern.

Aber nicht nur die Frage der Einsatzbereitschaft beschäftigte den KFV Pinneberg. Im Gegenteil: „2011 war das turbulenteste, aufregendste und interessanteste Jahr in meiner Amtszeit mit vielen Höhen, aber auch Tiefen.“ Zu den Tiefen zählte ohne Zweifel das Hickhack um die Stelle des fünften hauptamtlichen Gerätewartes der Kreisfeuerwehrzentrale in Tornesch-Ahrenlohe, dem logistischen Zentrum der Feuerwehren im Kreis. Diese war vom früheren Landrat Wolfgang Grimme gestrichen worden, wäre demnach im Mai dieses Jahres nach dem Ausscheiden von Rolf Plath nicht wieder besetzt worden. Erst nach massiver Intervention des KFV, der von dem Wegfallvermerk nie offiziell in Kenntnis gesetzt worden war, hatte der Kreistag im Dezember einstimmig den Wegfallvermerk aufgehoben. Am 1. Mai wird ein neuer Kollege mit seiner Probezeit beginnen.

Erfreuliche Nachrichten machte Affeldt für den Bereich des Löschzugs Gefahrgut aus. Ein Atemschutzcontainer ist im vergangenen Jahr ausgeliefert worden. Gäste der Versammlung waren unter anderem Landrat Oliver Stolz, Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, der THW-Kreisbeauftragte Henning Bendfeldt, der Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg Heinz Parchmann sowie Vertreter der benachbarten Kreisfeuerwehrverbände.

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erstellt am 11.Mär.2012 | 21:36 Uhr

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