zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 08:25 Uhr

Selbsthilfetag : Betroffene werden zu Helfern

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Selbsthilfegruppen sind eine wichtige Ergänzung zum medizinischen Angebot. Betroffene und ihre Angehörigen erhalten Informationen über ihre Erkrankung, therapeutische Möglichkeiten und Hilfsmittel. In der Vor- und Nachsorge von Erkrankungen spielen Selbsthilfegruppen eine große Rolle, für viele Betroffene ist es hilfreich, mit anderen über ihre eigene Lebenssituation sprechen zu können.

Auf dem 12. Selbsthilfetag im Kreis Pinneberg präsentieren unter dem Motto „Gemeinsam! Nicht einsam!“ insgesamt 39 Selbsthilfegruppen aus dem Kreisgebiet und darüber hinaus sich und ihre Arbeit. Am kommenden Sonnabend von 10 bis 14 Uhr im Foyer des Regio Klinikums Pinneberg sind ausschließlich Gruppen beteiligt, in denen sich die Betroffenen über medizinische Themen oder Suchtprobleme austauschen. Die Bandbreite reicht von Diabetes, Polio und Morbus Bechterew über Krebserkrankungen, Schlaganfall und Multiple Sklerose bis zu psychischen Erkrankungen, Stottern und Schlafapnoe.

Der Bundesverband der Organtransplantierten klärt über die Notwendigkeit der Bereitschaft zur Organspende auf. Suchterkrankungen, ob Alkoholismus, Drogenmissbrauch oder Spielsucht, sollen aus der „Schmuddelecke“ geholt werden. Zuzugeben, dass hier ein Problem besteht, ist für viele eine Hemmschwelle. Gerade die Generation 50+ ist hier betroffen, stellen die Sucht-Selbsthilfegruppen immer wieder fest. Die Mitglieder wollen die Hilfe weitergeben, die sie erfahren haben.

Da die Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen ein wichtiger Baustein in der Therapie darstellt, stellen die Regio Kliniken gern ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und unterstützen den Selbsthilfetag mit Fachvorträgen. Um 10.45 Uhr erläutert Dr. Matthias Bögershausen, Chefarzt der Regio Rehazentren, neueste Behandlungsmöglichkeiten der Fibromyalgie, eine schmerzhafte Muskelerkrankung, von der in Deutschland drei bis vier Prozent aller Frauen über 35 Jahre betroffen sind.

Um 11.30 Uhr spricht Dr. Thomas Demmel, Chefarzt des Wirbelsäulenzentrums, über die Volkskrankheit Rückenschmerzen. Um 12.15 Uhr informiert Prof. Dr. Max Nedelmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie, über die rechtzeitige Erkennung der Symptome eines Schlaganfalls, den jährlich bis 1200 Menschen im Kreis Pinneberg erleiden. Um 13 Uhr widmet sich Dr. Tahsin Balli, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, der Schlafapnoe, also dem Aussetzen des Atems während der Nachtruhe. Weitere Aktionen, wie der Rauschparcours mit der Promille-Brille, runden das Angebot ab. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Apr.2016 | 20:01 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert