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Tornesch : Betreuungsklasse an der Fritz-Reuter-Schule platzt aus allen Nähten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Weitere Pavillonräume stehen im Fokus. Zwölf Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichem Stundenumfang gehören mittlerweile zum Team.

shz.de von
erstellt am 18.Jul.2017 | 16:15 Uhr

Tornesch | Angefangen hat die privat von Britta Huß und Ute Hauschildt geführte Betreuungsklasse an der Fritz-Reuter-Schule vor 13 Jahren mit 25 Kindern. In diesem Schuljahr waren 152 Kinder angemeldet. Täglich waren 110 bis 125 Kinder vor Ort. 90 von ihnen an fünf Tagen in der Woche.

Zwölf Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichem Stundenumfang gehören mittlerweile zum Team der beiden ausgebildeten Erzieherinnen Britta Huß und Ute Hausschidt. Sie bieten in der Betreuungsklasse, die den Namen „Freche Früchtchen“ trägt, Hausaufgabenbetreuung und pädagogisch wertvolle Kreativ- und Spielangebote sowie Mittagessen an. Auch eine Sport- und eine Sing-Arbeitsgemeinschaft gehören zu den Angeboten innerhalb der Betreuungszeit, die von den Eltern je nach Bedarf für die Kinder flexibel von 12 bis 16.30 Uhr gebucht werden kann. Bei Bedarf ist auch eine Betreuung bis 17 Uhr möglich. Auch in den Ferien und an beweglichen Ferientagen werden die „Frechen Früchtchen“ betreut, dann bereits ab 8 Uhr. Nur in den letzten drei Wochen der Sommerferien, in den Weihnachtsferien und am Tag nach Himmelfahrt herrscht kein Trubel auf den Fluren im Trakt der Betreuungsklasse und in den liebevoll gestalteten Gruppenräumen. Da keine festen Gruppen bestehen, bilden sich unter den Kindern klassenstufenübergreifende Kontakte.

Für das kommende Schuljahr wurden 167 Kinder angemeldet. Darunter sind 58 Neuaufnahmen. 115 Betreuungsverträge wurden für fünf Tage geschlossen. Langsam stößt die Betreuungsklasse an die räumliche Kapazitätsgrenze. Bereits jetzt ist die Mittagessenversorgung schwierig, da sich teilweise bis zu 48 Kinder in dem Raum aufhalten. Es fehlen Stühle, der Stauraum für Geschirr reicht nicht mehr und die Spülmaschine hat eine zu lange Abwaschzeit. Den Politikern des Bildungsausschusses lag zu ihrer jüngsten Sitzung ein schriftlicher Bericht über die Angebote und Anmeldezahlen in der Betreuungsklasse vor. Britta Huß und Ute Hauschildt informierten zudem über die Engpässe.

Politik und Verwaltung ist bewusst, dass die räumlichen Kapazitäten in der Betreuungsklasse erschöpft sind, die Anmeldezahlen an der Fritz-Reuter-Grundschule und die Betreuungsbedarfe jedoch steigen. Ab September wird die Schule in der ersten Klassenstufe wieder vierzügig sein. Sollte sich die Vierzügigkeit fortsetzen, was aufgrund der Platzzahlen in den Kindergärten zu vermuten ist, hätte die Fritz-Reuter-Schule in vier Jahren 400 Schüler und damit 100 mehr als derzeit. Betreuungsklasse und Schulleitung entwickeln Pläne, wie Räume vormittags und nachmittags genutzt werden können. Die Mittel sollen für den Haushalt 2018 angemeldet und die Pläne der Politik zur Beschlussfassung vorgestellt werden.

Auch weitere Pavillonräume könnten eventuell zur Verfügung gestellt werden. So will die Verwaltung der Familienbildungsstätte, die einen Pavillonraum für Kurse mit Kleinkindern nutzt, das Stadtteilbüro anbieten. „Wir sind informiert. Stühle, Spülmaschine und die Kosten für die Nutzung von Klassenräumen werden wir wohl im Haushalt 2018 hinkriegen“, so Bürgermeister Roland Krügel.

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