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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 12:05 Uhr

Beten und Singen op Platt in der Kirche

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Zweiter weihnachtstag Gottesdienst in niederdeutscher Sprache

shz.de von
erstellt am 21.Dez.2016 | 14:16 Uhr

Auch in diesem Jahr wird in der Tornescher Kirchengemeinde am Zweiten Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember, in der Kirche ein plattdeutscher Gottesdienst gefeiert. Er beginnt wie gewohnt um 10 Uhr.

Zelebriert wird er traditionell von Pastor Henning Matthiesen (Foto). Ihm liegt am Herzen, dass die Sprache seiner Groß- und Urgroßeltern nicht in Vergessenheit gerät. Und da die Pflege von Traditionen gerade in der Weihnachtszeit eine Rolle spielt, hat der plattdeutsch sprechende Pastor den Gottesdienst op Platt am Zweiten Weihnachtsfeiertag in Tornesch etabliert und gestaltet ihn so, wie es zu Zeiten seiner Vorfahren gewesen sein könnte. Und dazu gehören das Beten, Predigen und Singen op Platt.

Zur Mitgestaltung dieses Gottesdienstes mit ganz besonderer Atmosphäre hat Pastor Henning Matthiesen auch in diesem Jahr Mitstreiter gewonnen. So werden die Jugendlichen Sonja Reinheimer und Svenja Cordts, die im plattdeutschen Krink der Kulturgemeinschaft engagiert mitwirken, die Weihnachtsgeschichte in plattdeutscher Sprache unter dem Tannenbaum in der Kirche lesen und Kirchenvorsteher Peter Pox wird Fürbitten op Platt vortragen.

Musikalisch wird Professor Hans-Jörg Packeiser den Gottesdienst bereichern. Der Musiker spielt auf seiner Trompete festliche Musik von Georg Friedrich Händel und Guiseppe Torelli. Kirchenmusikerin Susanne van den Bos wird die Orgel spielen und das Singen der Kirchenlieder begleiten. Die plattdeutschen Liedtexte werden ausliegen und wie gewohnt ist die Kirche gut beheizt.

„Wir würden uns freuen, wenn wir wie in den Vorjahren wieder viele Gottesdienstbesucher aller Generationen, die die besondere Atmosphäre eines Gottesdienstes in plattdeutscher Sprache miterleben möchten, begrüßen dürfen“, so Pastor Matthiesen. Und er hofft, dass viele Tornescher wieder im Familienverbund den Weg zur Kirche und zur Besinnlichkeit finden. Auch Gottesdienstbesucher, die keinen Bezug zur plattdeutschen Sprache haben, sind ausdrücklich eingeladen, sich anzuschließen, sich geborgen zu fühlen und in Gedanken bei ihren Vorfahren zu sein.

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