Theatermacher Elmshorn laden ein : Besuch aus der „Ostzone“

Bereits fünf Wochen vor der Aufführung im Stadttheater Elmshorn ist das Theaterstück „Ein Herz und eine Seele“ mit der Folge „Besuch aus der Ostzone“ ausverkauft. Das ist ein großartiger Erfolg, der seit mehr als 20 Jahren bestehenden Amateurgruppe der „Elmshorner Theatermacher“, die damit eine Riesenportion Vorschusslorbeeren für ihre insgesamt acht Aufführungen erhalten haben.

shz.de von
14. Februar 2013, 20:44 Uhr

Dieser „Kanon“ beginnt mit der Premiere am 2. März in Uetersen. Beginn in der Kleinen Stadthalle ist um 20 Uhr. Karten können im Vorverkauf bei Lavorenz (Fußgängerzone) erworben werden.

Alfred Tetzlaff ist der stets meckernde, reaktionäre und besserwisserische Haustyrann. So sorgte er in den 1970-er Jahren für Unterhaltung auf dem Bildschirm. Mitsamt seiner Familie, seiner Frau Else, Schwiegersohn Michael und Tochter Rita erzeugte Tetzlaff so manche Schlagzeile.

Letztendlich entwickelte sich die Serie „Ein Herz und eine Seele“, erschaffen von dem erst kürzlich verstorbenen Wolfgang Menge, zum wahren Kultprogramm.

Beim „Besuch aus der Ostzone“ erwartet Familie Tetzlaff Gäste am „Tag der Deutschen Einheit“. Es hat sich Besuch aus der „Ostzone“ angemeldet. Michaels Eltern, die in der DDR leben, kommen, um endlich wieder einmal ihren Sohn zu sehen und ihre Schwiegertochter Rita kennen zu lernen. Beim Frühstück beratschlagen die Tetzlaffs, wie der Besuch von Michaels Eltern gestaltet werden soll. Alfred ist der Besuch aus dem Osten ausgerechnet zur Fußballweltmeisterschaft unangenehm. Deshalb bleibt er auch zu Hause vor dem Fernseher, während die Schwiegereltern von der Bahn abgeholt werden. Bei der Ankunft gibt er sich allerdings erstaunlich charmant. . .

Aber Alfred wäre nicht Alfred, wenn der Prototyp des deutschen Spießbürgers nicht so manchen peinlichen Spruch auf Lager hätte. Und das weiß und befürchtet auch Michael, als er auf Elses Frage: „Hast du denn deine Schwiegereltern nicht vorher gewarnt, was Alfred für ne Marke ist?“ antwortet: „Ging doch nicht, oder meinst du, die hätten geglaubt, dass so etwas frei herumläuft?“

Diesen Theaterabend sollte sich niemand entgehen lassen.

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