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Zwei Museen : „Besten Gruß“„...Dein Max“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einen doppelten und besonderen Kunstgenuss kann der Besucher erleben, wenn er die Gemeinschaftsausstellung im Jenischpark besucht.

shz.de von
erstellt am 27.Jun.2013 | 17:36 Uhr

Unter dem Titel: „Kleine Werke, große Kunst“ zeigen das Ernst Barlach Haus und das Jenisch Haus eine gemeinsame Sommerausstellung, die es bisher in dieser Zusammensetzung noch nie gab. Deshalb sind die Veranstalter froh, dass das Projekt, welches sich den kleinformatigen Bildern großer Meister, den Skizzenbüchern Ernst Barlachs und den Künstlerpostkarten des deutschen Expressionsmus widmet, zu Stande kam. Die beiden Ausstellungsteile im Ernst Barlach Haus mit Barlachs Skizzenbüchern „Augenbeute“ und den Künstlerpostkarten der „Brücke-Maler“, sind tituliert mit: „Besten Gruß“! Im Jenisch Haus ist die Künstlerpost der Expressionisten aus der Sammlung des Altonaer Museums tituliert mit: „Dein Max“, ausgestellt.

Die Mitglieder der 1905 gegründeten Künstlergruppe „Brücke“ gestalteten ihre Kurzmitteilungen in Wort und Bild. Diese kleinen Kunstwerke hatten oft große Folgen, denn sie dienten als Ideenskizzen für bekannte Gemälde. Es sind reizvolle, farbenfrohe „Brücke“ - Postkarten aus dem Berliner Brücke-Museum mit zum Teil vergnüglichen Texten der privaten Korrespondenz von Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Es sind auch zwei von Ernst Barlach gestaltete Postkarten dabei. Die Geschichte der Postkarte beginnt 1869, als die österreichische - ungarische Postverwaltung kleinformatige Mitteilungskarten offen verschickte.

In Deutschland gab es die „Correspondenzkarte“ um 1870 und die „Brücke-Künstler wurden Pioniere dieser neuen Kunstform, denn ihre Postkarten sind allesamt Unikate – „Originalkunstwerke auf kleinster Fläche“ als Aquarell, Zeichnung oder als Holzschnitte. Etwas Besonderes lagert in den Vitrinen des Ernst Barlach Hauses: es sind Barlachs sehenswerte Skizzenbücher „Augenbeute“. Er schrieb als 26-Jähriger folgendes aus Paris an einen Freund: „Meine Skizzenbücher sind mir treu geblieben. Was ich so an Augenblicksmotiven und flüchtiger Augenbeute erhasche, das verwertet sich unmittelbar – wir werden sehen!“ Eine repräsentative Auswahl seiner Taschen- und Skizzenbücher wird vorgestellt. Sie geben „erfrischende Einblicke“ in den Fundus des großen Bildhauers Barlach. Die Kombikarte kostet 8 Euro für beide Ausstellungen, die bis zum 29. September, di.-so. von 11-18 Uhr in der Baron-Voght-Str. 50 und 50a geöffnet sind.

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