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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 04:36 Uhr

Elbdüker : Belastung der Hetlinger minimieren

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Für unser Dorf ist es etwas Besonderes“, so der stellvertretende Bauausschussvorsitzende Michael Rahn (Freie Wahlgemeinschaft), denn es sei keine kleine Baustelle. „Die Chancen, die Belastung für die Hetlinger zu minimieren, sind gut“, befindet Bürgermeisterin Barbara Ostmeier (CDU). Die Rede ist von dem Neubau des Elbdükers, den E.on Hanse und Gasunie betreiben.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2012 | 21:01 Uhr

Bis zum gestrigen Dienstag lagen die Planungsunterlagen im Bürgerbüro Haseldorf und dem Uetersener Rathaus aus. Einwände können bis zum 26. Juni geltend gemacht werden. Während der jüngsten Bauausschusssitzung wurden die der Gemeinde Hetlingen formuliert.

Der Anlieferverkehr soll vom Wedeler Tonnenhafen über den Weg entlang des Elbdeiches bis zur Baustelle im Zwischendeichbereich nah des Klärwerkes erfolgen. Ein kleinerer Teil müsste durchs Dorf fließen. Mit bis zu zehn Lkws pro Tag rechnet Rahn. Um mögliche Schäden an den Straßen und Häusern belegen zu können, dringt die Gemeinde auf ein Beweissicherungsverfahren.

Eine weitere Schwierigkeit: In den kommenden Jahren will der Abwasser-Zweckverband endgültig mit Umbauarbeiten der Geruchsproblematik Herr werden. Dazu sind ebenfalls Lkw-Transporte durchs Dorf nötig. Die Gemeinde möchte, dass azv sowie E.on und Gasunie die Regelung von etwaigen Schäden untereinander abstimmen. Ein besonderes Problem sieht die Bürgermeisterin in der Schulstraße, „wo bereits jetzt manchmal der Fußweg als zweite Fahrbahn genutzt wird“, so Barbara Ostmeier. Um dieses Problem wird sich die Gemeinde bereits demnächst kümmern.

In den bisherigen Planungsunterlagen finden sich keine zeitlichen Einschränkungen. Der Bohrer, der den Weg für den Elbdüker frei räumen soll, wird sieben Monate ohne Unterbrechung laufen. Im Bauausschuss wurde gefordert, den Lkw-Verkehr auf die Zeit von Montag bis Freitag zwischen 6 und 18 Uhr zu beschränken.

Eine Absage gab es während der Sitzung an den Kreis. Der hatte um eine gemeinsame Stellungnahme der Gemeinde mit dem Kuratorium Naturschutzgebiet Haseldorfer Binnenelbe mit Elbvorland gebeten. „Das Kuratorium hat andere Interessen als wir Hetlinger“, erklärt der stellvertretende Bauausschussvorsitzende.

Um die Bedenken mit Nachdruck vertreten zu können, möchten die Politiker die Dienste von Rechtsanwalt Matthias Günther in Anspruch nehmen. In Sachen A20 und Elbvertiefung hat diese Zusammenarbeit bereits gut funktioniert. u 1,5 Kilometer Tunnel in drei JahrenVon 2013 bis 2015 müssen die Hetlinger mit den Arbeiten an dem Elbdüker leben. Ein neuer muss gebohrt und der alte Tunnel rückgebaut werden. Derzeit liegt ein Teil des Dükers bei Hetlingen nur 2,7 Meter unter der Sohle des Flusses. Der Abstand muss jedoch fünf Meter betragen. Betrieben wird der Elbdüker von E.on Hanse und Gasunie. Das Projekt realisiert die „Open Grid Europe GmbH“ mit Sitz in Hannover (Eigenwerbung: „Deutschlands führende Erdgastransportgesellschaft“). Der neue Tunnel wird 1,5 Kilometer lang sein und auf der Insel Lühesand enden. In Hetlingen soll der Startschacht und die notwendigen Montageflächen errichtet werden. Die Arbeiten erfolgen in zwei Schritten. Zwei Jahre sind für den Bau des neuen Dükers geplant. Anschließend wird ein Jahr der alte Düker rückgebaut. Den kostspieligen sowie Mensch und Natur belastenden Abtransport des Aushubs möchte man sich sparen. Die Erde soll nahe der Baustelle zwischengelagert und wenigstens teilweise der alte Düker damit verfüllt werden. (tp)

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