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Jugendwehren : Beim Wehrführer brannte die Hütte

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Kleiner Löschangriff, Erste Hilfe, Spiele, die die Kameradschaft fördern, gemeinsames Essen und eine Übernachtung in der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Holm - das waren nur einige der Programmpunkte des 24-Stunden-Ausbildungsdienstes, zu dem sich die Jugendwehren aus Holm und Wedel am Wochenende versammelt hatten.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2014 | 21:03 Uhr

Organisiert wurde der Ausbildungsdienst in diesem Jahr von den Kameraden aus Holm. Von ihnen wird auch der Feuerwehrnachwuchs aus Hetlingen ausgebildet. Zusammen mit 15 Betreuern sorgten Jugendfeuerwehrwart Jan-Hermann Ladiges und sein Stellvertreter Tim Oliver Haack für einen straffen Ablauf. Immerhin mussten gut 40 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 17 Jahren versorgt und auf Trapp gehalten werden.

Zentrale Aufgabe des 24-Stunden-Ausbildungsdienstes ist es, das bisher Gelernte zu wiederholen und in der Praxis anzuwenden. So fingierten Ladiges und Haack verschiedene Einsatzszenarien. Unter anderem brannte die Gartenhütte bei Wehrführer Lukas Krack, am Wasserwerk Wedel musste eine bewusstlose Person versorgt werden und in den Holmer Sandbergen begab man sich auf Personensuche.

Damit auch diejenigen, die schon des Öfteren an Ausbildungsdiensten teilgenommen hatten, sich nicht langweilten, hatten die Organisatoren für ein Highlight gesorgt: Die Jungen und Mädchen durften in einem Fahrzeug, das zur Feuerwehr-Flugdienstausbildung genutzt wird, Platz nehmen und an einem Flugsimulator das Fliegen üben. „Feuerwehren überfliegen beispielsweise Waldflächen, um Vermisste zu suchen“, erläuterte Haack. „Das läuft schon recht real ab“, sagte Bürgermeister Walter Rißler anerkennend. Genau wie stellvertretender Kreisbrandmeister Frank Homrich und Kreisjugendfeuerwehrwart Ernst-Niko Koberg stattete er dem Feuerwehrnachwuchs einen Besuch ab. „Weiter so“, war ihre einhellige Meinung. Denn die Mitglieder der Jugendwehren machten ihre Sache gut und ernteten viel Lob für ihr Engagement.

„Wir freuen uns über das Interesse der jungen Leute an der Wehr“, unterstrich Rißler. Das Konzept, die Jugendlichen mit 18 Jahren in den aktiven Dienst zu übernehmen, geht in Holm auf. „Wir hatten erst kürzlich drei Übertritte“, berichtete Haack. Die Holmer Wehr bereitet sich auf ihr 125-jähriges Jubiläum im kommenden Jahr vor. Zum Geburtstag wird die Gemeinde der Wehr ein neues Fahrzeug spendieren. Die Mittel für das Löschfahrzeug 1016 sind im Haushalt der Gemeinde bereitgestellt worden, die Ausschreibungen laufen. Die Jugendlichen freuen sich jetzt erst einmal auf das nächste Großereignis: das Pfingstlager aller Jugendwehren im Kreis, das in diesem Jahr in Pinneberg stattfindet.

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