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Erfolgreicher Start : Bei Spenden gilt: viel hilft viel

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Traumaambulanz Westholstein ist erfolgreich gestartet. In der gemeinsamen vom Verein Wendepunkt und den Regio-Klinik getragenen Einrichtung konnte seit Jahresbeginn bereits rund 80 Kindern geholfen werden. Möglich wurde das auch durch die großzügigen Spenden der Initiative „Appen musiziert“ und der „Kroschke Stiftung für Kinder“. „Seelisch schwer verletzte Kinder und deren Familien brauchen schnelle und unbürokratische Hilfe, die wollen wir mit unserer Spende für die Traumaambulanz unterstützen“, sagte Rolf Heidenberger von „Appen musiziert“.

Ganz ähnlich sind die Beweggründe der Kroschke-Stiftung. „In der Traumaambulanz erhalten Betroffene schnelle und passgenaue Hilfe. Dadurch wird vermieden, dass die Kinder und deren Familien noch Jahre später unnötig an den Folgen eines Traumas leiden“, sagte Geschäftsführerin Margret Matthies.

Mit einer Spende in Höhe von 15000 Euro („Appen musiziert“) und 20000 (Kroschke-Stiftung) unterstützen die beiden Institutionen eine Einrichtung mit bundesweitem Modellcharakter. Denn im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Einrichtungen im Land arbeiten in der Traumaambulanz Westholstein ein Träger der freien Jugendhilfe und eine Klinik interdisziplinär zusammen.

Durch die Zusammenarbeit und die Spenden kann Betroffenen nun noch besser und umfassender geholfen werden. Ingrid Kohlschmitt, Geschäftsführerin vom Wendepunkt und Anna Vetter, Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Regio-Klinik, sind von der Zusammenarbeit überzeugt und stolz darauf. Die Traumaambulanz sei ein Erfolgsmodell, das ohne die beiden hohen Spendensummen in dieser Form nicht betrieben werden könne, ließen Kohlschmitt und Vetter wissen.

Nicht in jedem Fall ist allerdings auch eine Finanzierung über das Opferentschädigungsgesetz möglich; außerdem fehlt es derzeit noch an einer generellen institutionalisierten Förderung bei dieser interdisziplinären Zusammenarbeit.

Daher hofft man nun auf weitere Unterstützer. Doch selbst wenn der große Erfolg die bereits eingeworbenen Spendenmittel schneller abschmelzen lässt, als geplant, ist für Ingrid Kohlschmitt und Anna Vetter klar: „Wir weisen keinen Hilfesuchenden ab.“

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erstellt am 06.Mai.2014 | 18:30 Uhr

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