Einstimmiger Fraktionsbeschluss : Bei der CDU weht frischer Wind

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Gerade ist er fertig geworden, der Regionalplan für den Planungsraum 1 (das sind die Hamburger Rand-Kreise) als Teil der Landesplanung. Er berücksichtigt auch die neuen Standorte für Windenergieeignungsgebiete. Gemeinden waren vor einigen Jahren gefragt worden, ob sie sich Windparks auf ihrem Hoheitsgebiet vorstellen könnten. Für den Kreis Pinneberg war die Rückmeldung damals negativ. In Uetersen konnte man sich mehrheitlich nicht dazu durchringen, den Windpark zu erweitern. Auf Kreisebene war man darüber alles andere als begeistert. Gibt es doch außer Uetersen und Raa-Besenbek keine geeigneten Entwicklungsräume für Windparks. Entweder die Belange des Naturschutzes stehen dem nach Kreismeinung im Wege oder die geforderten Abstände zur Bebauung können nicht eingehalten werden.

shz.de von
06. September 2011, 20:46 Uhr

Am 22. September, bei der nächsten Stadtentwicklungs- und Bauausschusssitzung, sollten die Politiker eigentlich nur die Teilfortschreibung abnicken, den Stand der Planungen also, der keine zusätzlichen Flächen für Windkraftanlagen vorsieht. Doch jetzt soll versucht werden, schnell noch auf den schon fahrenden Zug aufzuspringen.

Nach intensiven Gesprächen mit der Geschäftsführung des Uetersener Windparks (wir berichteten von dem Termin am Montag) hat sich die CDU-Fraktion einstimmig dazu bekannt, den Windpark auszuweiten, um ein Repowering zu ermöglichen. Am 22. September werden sich die Gremienmitglieder des Bauausschusses also mit einem ganz konkreten Antrag der Christdemokraten befassen müssen, der dem Wunsch der Windparkgeschäftsführerin Rosemarie Rübsamen entspricht. Er lautet: „Die Stadt Uetersen meldet zum Anhörungs- und Beteiligungsverfahren der Teilfortschreibungen des Regionalplans für den Planungsraum I zur Ausweisung von Eignungsgebieten für die Windenergienutzung Folgendes an: Eine Erweiterung des Windeignungsgebietes Uetersen in nordwestlicher Richtung. Die genauen Abmessungen sind in den beiliegenden Karten ausgewiesen. Weiter wird die Verwaltung der Stadt Uetersen angewiesen, diesen Vorschlag bei der Landesplanung einzubringen.“ Die Fraktion begründet ihr Vorpreschen auch: „Die Stadt Uetersen strebt, in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Uetersen, eine Erhöhung des Anteils an regenerativen Energien in der Region an. Dieses Ziel kann mit der Erweiterung des Windeignungsgebietes Uetersen im Zusammenhang mit einem „Repowering“ des Windparks erreicht werden. Die Errichtung neuer, leistungsfähiger Anlagen kann zusammen mit dem Rückbau der bestehenden Anlagen des Windparks einerseits zu einer Optimierung des Windparks und andererseits zu einer Verringerung der Belastungen für die Anwohner beitragen.“ In der Sache dürfte der Antrag mehrheitsfähig sein, denn zumindest die SPD hat sich in der Vergangenheit stets für eine Ausweitung des Windparks stark gemacht.

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