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Oratorium zum 50. Geburtstag : Bei den Chorknaben wird’s rockig

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wilde Rockmusik und brave Jungs – passt das zusammen? Im 50. Jahr ihres Bestehens meinen die Chorknaben Uetersen: Ja, das geht!

shz.de von
erstellt am 25.Jun.2015 | 17:32 Uhr

Und das wollen sie am 3. und 4. Juli beweisen. Dann lädt der Chor zum Oratorium „Odi et Amo“ ein. Das bedeutet: „Ich hasse und ich liebe“. Größer könnten die Gegensätze somit kaum sein. „Odi et Amo“ fußt auf dem Gedicht von Gaius Valerius Catullus, der es im 1. Jahrhundert vor Christus geschrieben hat. Warum er zugleich hasst und liebt, beantwortet der Dichter in seinen Versen nicht. Doch spielt das bei einer Vertonung auch keine entscheidende Rolle. Carl Orff hat das Gedicht notiert und auch Ugis Praulins tat ein solches. Und genau dieser lettische Komponist stand Pate bei der Idee der Chorknaben, das Experiment zu wagen.

Inszeniert wird zunächst in der Gaststätte „Zur Erholung“ an der Mühlenstraße und am 4. Juli in der Tornescher KGST (Mensa). Beide Konzerte beginnen um 19 Uhr.

Karten für das Oratorium für Chor und Rockband gibt es jetzt bei Lavorenz (Uetersen), dem Brillenmacher (Tornesch), der Theaterkasse (Moorrege), im Bücherwurm (Pinneberg) und bei Musik Hofer (Elmshorn).

Ugis Praulins wird international als sehr vielseitiger Musiker geschätzt. So erhielt der Lette unter anderem eine Grammy-Nominierung, schreibt für Weltstars wie die Blockflötistin Michala Petri oder die Mezzo-Sopranistin Elina Garanca und für die Männerstimmen der Chorknaben Uetersen (sie nennen sich Sonux Ensemble), die sein „To the Light“ für ihre letzte CD „Light and Love“ aufgenommen haben.

„Odi et Amo“ komponierte Praulins vor einigen Jahren für den Knabenchor am Dom zu Riga. Nun also werden die Chorknaben Uetersen dieses gut einstündige Werk aufführen und freuen sich bereits sehr darauf. Begleitet werden sie von einer professionellen Rockband, in der der Komponist selbst an den Keyboards sitzen wird.

Da sowohl in Uetersen als auch in Tornesch die Plätze begrenzt sind, empfiehlt es sich, rechtzeitig Karten zu erwerben (zwölf/sechs Euro, plus Vorverkaufsgebühr).

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