Begegnungen am Esstisch

4449463_800x587_55a6bc9306882.jpg

Um den interkulturellen Dialog in ihrer Stadt zu fördern und zu pflegen, greift eine Gruppe engagierter Wedeler die Idee des „Diner en blanc“ auf und lädt zu einem „Bunten Dinner“ ein. Das Datum der Veranstaltung ist von großer Symbolkraft: Am 11. September werden mehr als 150 Menschen zu dem spontanen Picknick auf dem Rathausplatz erwartet.

shz.de von
15. Juli 2015, 22:00 Uhr

Das Kunstprojekt „Engel der Kulturen“ hat die Menschen verschiedener Nationalitäten und Glaubensgemeinschaften im vergangenen Jahr enger zusammenrücken lassen (UeNa berichteten). „Uns geht es jetzt darum, die Idee, die hinter dem Kunstprojekt steht, fortzuführen“, sagte Pastorin Susanne Huchzermeier-Bock gestern.

Dazu passe die Leichtfüßigkeit und Unkompliziertheit eines spontanen Picknicks wunderbar, sagte sie. Nur soll es hier nicht um ein „weißes Dinner“, sondern um ein buntes gehen, getragen von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionszugehörigkeit. „Das Bunte Dinner ist eine schöne Fortsetzung der Veranstaltung im vergangenen Jahr“, sagte Bürgermeister Niels Schmidt. Gemeinsam könnten die Wedeler damit ein weiteres Zeichen für die Weltoffenheit ihrer Stadt setzen.

Dabei wird sich die Ausgestaltung des Picknicks nicht von dem Original unterscheiden. Die Gäste kommen unangemeldet und bringen neben Leckereien möglichst auch einen Tisch, Stühle, die entsprechende Deko, Teller und Besteck mit. Die Stadt sorgt für Bierzeltgarnituren, auf denen etwa 150 Menschen Platz finden. „Wenn mehr kommen, müssen wir eben improvisieren“, sagte Susanne Huchzermeier-Bock.

Genau diese Unwägbarkeiten und die damit verbundene Chance, gemeinsam Lösungen zu finden, macht für Verwaltungschef Schmidt den Charme der Idee aus. „Wir schaffen Gemeinschaft durch gemeinsames Improvisieren“, sagte er. Mitorganisator Hans-Günter Werner setzt außerdem auf die Nachhaltigkeit der zu erwartenden Bilder: „Wenn der Tisch mit den Spezialitäten aus verschiedenen Ländern gedeckt ist, wird das beeindruckend aussehen“, sagte er. Und Nancy Gomez-Juse hofft auf einzigartige Bilder durch landestypische Kleidung: „Es wäre doch toll, wenn jeder sich so anzieht, wie es in seinem Land üblich ist. Mit bunten Tüchern und Gewändern“, sagte sie.

Das „Bunte Dinner“ beginnt um 17 Uhr und soll bis gegen 20 Uhr dauern. Es bildet den Auftakt zu den interkulturellen Wochen bis zum 2. Oktober.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert