Pommernstrasse in Tornesch : Bauausschuss gibt ein klares Jein zur Sanierung

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Die Pommernstraße an der Stichstraße zum Pomm 91: Deutlich sind Schäden erkennbar. Bislang ist allerdings unklar, ob der Bereich im kommenden Jahr saniert wird.
Die Pommernstraße an der Stichstraße zum Pomm 91: Deutlich sind Schäden erkennbar. Bislang ist allerdings unklar, ob der Bereich im kommenden Jahr saniert wird.

Auf Vorschlag der Tornescher Verwaltung soll ein Teil der Pommernstraße saniert werden. Doch der Bauausschuss setzt einen Sperrvermerk.

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05. Dezember 2018, 12:00 Uhr

Tornesch | Welche Straße in Tornesch ist in einem schlechteren Zustand? Um diese Frage gab es am Montagabend während der Sitzung des Bauausschusses eine lebhafte Diskussion unter den Kommunalpolitikern. Den Anstoß dazu hatte die Verwaltung gegeben, indem sie vorgeschlagen hatte, einen Teil der Pommernstraße im kommenden Jahr sanieren zu lassen. 275.000 Euro sind dafür vorgesehen. Geld, das die Ausschussmitglieder letztlich zur Verfügung stellten − allerdings mit einem Sperrvermerk versehen.

Keine Schäden auf der Mittelbahn

„Die Pommernstraße ist nicht in einem so schlechten Zustand“, sagte FDP-Vertreter Karlheinz Böhmke. Insbesondere der zur Sanierung vorgesehene Bereich nicht, ergänzte Gunnar Werner, Fraktionschef der Liberalen. Laut Verwaltungsvorschlag soll die Asphaltdecke von der Kreuzung mit der Wilhelmstraße bis kurz hinter die Parkplätze vor dem Stadtteilbüro und der Wabe-Kita erneuert werden − inklusive der Stichstraßen. Doch zumindest auf der Mittelbahn gebe es in diesem Bereich keine Schäden, betonte Werner. Der FDP-Fraktionschef verwies darauf, dass der Gärtnerweg in viel schlechterem Zustand sei. Und auch Dagmar Sydow-Graen von den Grünen betonte: „Ich kenne Straßen, die in viel schlimmerem Zustand sind.“

Kanalisation hat Vorrang vor Straßensanierung

Merkwürdig dürfte Anwohnern und Passanten anmuten, dass nicht der weiter nördlich gelegene, bis an die Norderstraße heranreichende Bereich der Pommernstraße saniert werden soll. Schließlich seien hier deutlich mehr Schadstellen sichtbar, wie Bauausschussvorsitzender Henry Stümer (CDU) betonte. Als „katastrophal“ bezeichnete der Christdemokrat den Straßenzustand entlang der Reihenhäuser und erntete damit bei Politikerkollegen wie Verwaltungsmitarbeitern Zustimmung. Dass dort trotzdem keine Baufahrzeuge rollen werden, hat allerdings einen einfachen Grund, wie Karen Rösecke aus dem Bau- und Planungsamt erläuterte: Die Kanalisation ist in dem Bereich in einem schlechten Zustand. Und so lange diese nicht saniert sei, werde auch die Straßendecke nicht angefasst, so Rösecke. Sie begründete die Auswahl der Pommernstraße zudem damit, dass die Arbeiten den Verkehrsfluss in der Stadt nicht behindern würden. Das sei insbesondere vor dem Hintergrund der im kommenden Jahr anstehenden L 110-Sanierung wichtig, so Rösecke. Gut möglich sei auch, dass die Sanierung weniger als die bislang eingeplanten 275.000 Euro verschlingt. Denn die Flächen seien großzügig kalkuliert worden, erläuterte die Verwaltungsmitarbeiterin.

Einstimmiges Abstimmungsergebnis

Stümer machte schließlich den Vorschlag, den zugehörigen Haushaltsposten mit einem Sperrvermerk zu versehen. Sprich: Die Politik muss die Mittel vor Beginn der Arbeiten freigeben. Einstimmig stimmten die Ausschussmitglieder diesem Vorgehen zu. Zudem wollen sie abwägen, ob es andere Bereiche in Tornesch gibt, in denen eine Sanierung möglicherweise mehr Sinn macht.

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