Bürgerprotest : Bald Tempo 70 vor dem Ortseingang

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Erfolg für die von Rasern und Verkehrslärm geplagten Bürger an Altenfeldsdeich und Roßsteert. Ihr Protest ist doch in der Kreisverwaltung erhört worden. Tempo 70 auf dem Hetlinger Deich vor dem Ortseingangsschild soll dafür sorgen, dass sich die Autofahrer dann innerorts an die vorgeschriebene Geschwindigkeit halten.

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02. Januar 2012, 21:13 Uhr

Bekannt hatte Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) die Entscheidung während der jüngsten Gemeindevertretersitzung gemacht. Angela Biermann vom Team Verkehrslenkung in der Kreisverwaltung erläutert die Veränderungen. In ausreichendem Abstand vor dem Roßsteert würden die Schilder für die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgestellt. Dies habe sie veranlasst, sagt die Kreis-Pinneberger Verkehrsexpertin. Während eines Treffens von Bürgern, Kommunalpolitikern und Vertretern von Kreis und Straßenmeisterei hatte es noch so ausgesehen, dass es keinerlei Veränderungen gibt. Angela Biermann lässt sich jedoch noch ein Türchen offen. Im Sommer 2012 wolle sie überprüfen, „ob es wirklich etwas gebracht hat“, sagt sie. Sie habe durchaus Zweifel, ob die Tempo 70 sinnvoll seien und könne jederzeit eine andere Anordnung treffen. In Kombination mit dem Tempolimit vor dem Ortseingang steht eine zweite Veränderung auf der Hauptstraße. Dort wird das Tempo 30 zur Schulwegsicherung zwischen Roßsteert und Kamperrege aufgehoben. Die Verkehrsteilnehmer können dort bald wieder 50 Stundenkilometer fahren.

„Die Straße ist übersichtlich“, erklärt Angela Biermann. Autofahrer könnten schon von Weitem Schulkinder sehen, die die Straße queren. Die zweite Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Hauptstraße zwischen Kamperrege und Gutshof bleibt erhalten. Dort müssen die Autofahrer weiter Tempo 30 beachten. „Dieser Teil ist sehr kurvenreich“, begründet die Kreismitarbeiterin.

Ob Tempo 70 vor dem Ortseingangsschild bleibt, werden auch Tempomessungen ergeben, die die Polizei zwischen Altenfeldsdeich und Kamperrege in den nächsten Monaten durchführen will. Autofahrer aus der Marsch müssen sich also in diesem Bereich auf vermehrte Geschwindigkeitskontrollen einstellen.

Im Rahmen der Kooperation seien diese mit der Polizei besprochen worden, erklärt Angela Biermann. Wann gemessen werde, sei die Entscheidung der Beamten. Die Ergebnisse der Geschwindigkeitsmessungen will sie in ihre Entscheidung im Sommer einfließen lassen.

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