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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 10:29 Uhr

Pläne : Bald ein Mekka für Fußballgolfer?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Zeichen stehen auf Protest: Der geplante Bau eines modernen Streustofflagers stößt auf den Widerstand der Heistmer Politik. Grund ist vor allem der vorgesehene 15 Meter hohe Siloturm.

shz.de von
erstellt am 21.Mär.2013 | 20:12 Uhr

Dagegen befürworten alle drei Fraktionen in der Gemeindevertretung die Verlegung eines Hundeauslauf- und übungsplatzes auf ein Gelände am Heideweg sowie den Bau eines Platzes für Fußballgolf auf einem Gelände zwischen Hochmoor- und Lehmlöcherweg. Damit wiederum sind einige Bürger nicht einverstanden. Ihre Einwendungen werden den neuen Gemeinderat wohl schon direkt nach seiner Konstituierung beschäftigen.

Offenbar plant der Bund auf dem Gelände seiner Straßenmeisterei in Heist an der Bundesstraße ein modernes Streustofflager mit einem 15 Meter hohen Silo. Ziel ist es, die Streufahrzeuge, die auf den Bundesstraßen unterwegs sind, reibungslos befüllen zu können. Zwar hat die Gemeinde keinen Einfluss auf diese Entwicklung, ist aber nicht gewillt, sie unwidersprochen hinzunehmen. „Noch meckern wir nicht, aber wir haben die Entwicklung im Blick“, sagte Bürgermeister Jürgen Neumann während der letzten Gemeinderatssitzung dieser Wahlperiode.

In einem Schreiben bittet er darum, eine mögliche Zusammenarbeit des Bundes mit der Straßenmeisterei des Kreises Pinneberg in Moorrege zu erwägen. Möglicherweise erürbrige sich der Bau dann, so die Hoffnung des Bürgermeisters. Eine Antwort gibt es noch nicht.

Unwidersprochen bleibt auch der Plan, einen Hundeübungsplatz aus dem neuen Gewerbegebiet in den Heideweg zu verlegen, nicht. Ebenso wenig wie der Bau eines Fußballgolffeldes, das zunächst im privaten Rahmen getestet und dann möglicherweise augebaut und öffentlich zugänglich gemacht werden soll. Während die Politiker diese Projekte unterstützen, sind vor allem Anlieger besorgt, sie könnten unter dem damit möglicherweise verbundenen Lärm leiden.

17 Einwendungen sind bei der Gemeinde eingegangen, sie werden in den kommenden Wochen ausgewertet. Anschließend wird das Ergebnis veröffentlicht. „Wir nehmen alle Reaktionen ernst“, sagte Jürgen Neumann. Gleichzeitig machte er im Gespräch mit unserer Zeitung aber auch deutlich, dass es sich bei der Unterstützung der Vorhaben um gemeindliche Wirtschaftsförderung handele, von der am Ende das gesamte Dorf profitiere. Für den Fußballgolfplatz ist eine private Fläche zwischen Hochmoor- und Lehmlöcherweg vorgesehen. Ziel dieses Trendsports ist es, mit möglichst wenigen Tritten einen Fußball in ein Lock oder etwa ein Netz zu bugsieren. Da sich die körperlichen Anstrengungen in Grenzen halten, gilt der Ballsport als ideales Vergnügen für jedes Alter.

Geplant ist in Heist zunächst eine Testphase mit zwei Bahnen. Sind die Ergenisse des Probebetriebs positiv, könnte die Anlage auf 18 Bahnen erweitert und dann für die Öffentlichkeit freigeben werden. Der Investor plant etwa, Kindergeburtstage auf dem Platz anzubieten.

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