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Uetersener Nachrichten

28. Mai 2017 | 08:49 Uhr

Bald Breitband in Neuendeich

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

EinwohnerversammlungZu klären ist noch die Anschlussquote / Grundstückseigentümer sollen Leerrohre verlegen

In Neuendeich bemüht sich der Zweckverband Marsch und Geest, die Gemeinde mit einem schnellen Glasfasernetz (Breitband) auszustatten. Erste Bemühungen gab es bereits 2006. Dann hatte der Abwasserzweckverband Südholstein (azv) sich der Sache angenommen, aus formalen und Haftungsgründen durfte dieser sein Vorhaben allerdings nicht umsetzen, sodass sich der neue Verband gegründet und das azv-Netz gekauft hat.

Frank Bull (Foto) vom Amt Geest und Marsch Südholstein in Moorrege ist im Amt mit der Umsetzung der ehrgeizigen Pläne betraut. Er und Bürgermeister Reinhard Pliquet erläuterten den Besuchern der Einwohnerversammlung am Donnerstagabend im Dörpshus, dass die europaweite Ausschreibung zur Vergabe der Aufgaben − Netzbetrieb und Planung − erfolgt ist und man davon ausgehe, im Juli dieses Jahres entsprechende Verträge abschließen zu können. Ernüchterung machte sich allerdings breit, als vorgetragen wurde, dass es mehrere so genannte schwarze Flecken gibt. In diesen Gebieten der Gemeinde dürfe der Zweckverband derzeit nicht tätig werden, weil sich Telefongesellschaften die Bereiche gesichert oder die Absicht geäußert hätten, dort investiv tätig werden zu wollen. Die Gebietsreservierung gelte für drei Jahre. Man fasse, so Pliquet, immer wieder nach und sei inzwischen überzeugt, dass diese Unternehmen nicht investieren wollten. Sie blockierten nur. Einen großen schwarzen Fleck gibt es an der Ortsgrenze zu Uetersen, wo die Telekom mit ihrer Vektoring-Technologie von der Deichstraße aus tätig werden möchte. Auch beim Rosengarten habe sich die Gesellschaft ein Gebiet reserviert, so Pliquet.

Weil er skeptisch sei, dass die Telekom ihre „Bewerbung“ für Neuendeich aufrechterhalte, sei er optimistisch, dass der Zweckverband die Gemeinde bis 2019 angeschlossen habe. Zu klären sei allerdings noch die Anschlussquote, also die Anzahl der Neuendeicher Hausanschlüsse, die Ja zum schnellen Netz sagen müssten und dann auch entsprechende Verträge abschlössen. Aussagen dazu, wie hoch die Quote sein müsse, konnte Pliquet nicht machen. Der Bürgermeister sagte aber, dass es im Herbst dieses Jahres eine erste Informationsveranstaltung geben werde − gemeinsam mit dem bis dahin feststehenden Betreiber. Pliquet empfahl Grundstückseigentümern, schon jetzt Leerrohre auf ihren Grundstücken zu verlegen. Wie diese beschaffen sein müssten, wisse der Mitarbeiter des Amtes.

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erstellt am 13.Mai.2017 | 16:24 Uhr

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