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Grüne formieren sich neu : Bald Baumschutzsatzung für Uetersen?

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine Baumschutzsatzung soll her. Das zumindest ist die Idee der Grünen, die sich am Sonntag neu formiert haben. In der Vergangenheit wurden solche Begehren von der Mehrheit der Politik stets abgeschmettert, verbunden mit dem Hinweis, dass man nicht in die Freiheitsrechte der Bürger eingreifen möchte und die Notwendigkeit dafür auch nicht gegeben sei. Schließlich sei Uetersen eine sehr grüne Stadt, die ein staatliches Lenken nicht erforderlich mache.

Doch die Grünen stehen in der Tradition der Baumschützer. Insofern solle, informierte Thorsten Berndt, der Fraktionsvorsitzende, ein solcher Versuch noch einmal gestartet werden. Verbunden mit Argumenten, die es noch zu entwickeln gelte.

Dem Mitgliedertreffen der Grünen im Hotel Mühlenpark ging eine Klausurtagung der Fraktion voran, während der auch festgestellt worden war, dass im Rat der Stadt größere Eintracht herrscht, als oft angenommen. Die meisten Verwaltungsvorlagen passierten die Sitzungen einstimmig und ohne Veränderungen. Doch nach wie vor sei auch festzustellen, dass sich die Stimmung zwischen den beiden großen Fraktionen und letztlich so auch zur Verwaltung nicht gebessert habe. Man vermisse Kollegialität und Fairness. Ein solches Verhalten führe dazu, dass das Gesamtimage der Politik gegenüber dem Bürger sinke, so Berndt. Die Grünen versuchten, ehrlich und nicht abstrafend zu sein.

Und damit sie das auch weiterhin können, war es wichtig, ein neues Fundament zu finden. Der Ortsvereinsvorstand wurde zuletzt lediglich von zwei Funktionsträgern gebildet. Zu wenig, um die für politische Prozesse notwendige Schlagkraft zu entfalten.

Mit den Neuwahlen soll nun ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. In die Ämter gehoben wurden Bianka und Jens Ewald (Sprecher), Arne Kellner (Schatzmeister) und Inge Baumgart (Beisitzerin). Thorsten Berndt und Andrea Schneider wurden Kassenprüfer. Alle Wahlen verliefen einstimmig.

Bevor man auseinanderging, wurde festgestellt, dass Uetersen mit seinen 18000 Bürgern eine optimale Größe erreicht habe, an der man festhalten sollte. Die Wachstumsgrenze halten die Grünen für erreicht.

Doch gebaut werden dürfe in Uetersen natürlich noch. Und wer das wolle, dem könne man hinsichtlich der zu erstellenden Parkplätze entgegenkommen, insofern sich der Investor bereit erklärt, Fahrradgaragen zu errichten. Dann könne man von der Regel 1,5 Stellplätze pro Wohneinheit abweichen.

Das geht natürlich nur bei vorhabenbezogenen Bebauungsplänen, also dann, wenn ein Bauwilliger an die Stadt mit konkreten Wünschen herantritt.

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erstellt am 27.Apr.2015 | 19:07 Uhr

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