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Uetersener Nachrichten

21. August 2017 | 21:57 Uhr

Beschluss : Bahnsteige unterschiedlich lang?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Aktivitäten unter Hoheit der Deutschen Bahn, Station und Service AG, auf dem Bahnsteig Richtung Hamburg sind nicht zu übersehen. Die Erhöhung und Verlängerung des Bahnsteiges Richtung Süden auf insgesamt 300 Meter Länge und die „Aufmerksamkeitspflasterung“, die vor allem Sehbehinderten dienlich ist, sind so gut wie abgeschlossen. Derzeit erfolgt die Pflasterung des gesamten Bahnsteiggeländes, das Verlegen der Fahrkartenautomaten zu einer Bahnsteigtreppe und das barrierefreie Ausgleichen des Höhenunterschiedes zwischen der Zuwegung vom Bahnhofsvorplatz zum Bahnsteig.

Politik und Verwaltung der Stadt Tornesch sehen die von der Bahn finanzierten Arbeiten zur Bahnsteigerhöhung und -verlängerung als „begrüßenswert“ an, zumal im Ergebnis der Ausschreibung des Netzes Mitte künftig Triebwagen eingesetzt werden sollen, die in Spitzenzeiten zusammengekoppelt eine Länge von 300 Metern erreichen.

Doch was für den Bahnsteig Richtung Hamburg gilt, scheint für den Bahnsteig Richtung Elmshorn nicht vorgesehen zu sein. „Die Erhöhung ist nach dem derzeitigen Stand im nächsten Jahr geplant. Aber uns sind nur Planungen mit einer Bahnsteiglänge von 220 Metern bekannt“, berichtete Verwaltungsmitarbeiter Rainer Lutz, Stabsstelle Umwelt und Wirtschaftskoordination, den Umweltpolitikern in deren letzter Sitzung vor der Kommunalwahl.

Darüber waren sie wenig erfreut, denn ein nur 220 Meter langer Bahnsteig auf der Ostseite schließt zum Teil die von Tornesch geforderten Halte von Regionalexpress-Zügen aus. Auch der Halt der Marschenbahn Richtung Westerland, den Tornesch ebenfalls gefordert hat, würde dann wegen der fehlenden Bahnsteiglänge nicht möglich sein. Selbst dem Halt von 300 Meter langen Triebwagen auf einem nur 220 Meter langen Bahnsteig Richtung Elmshorn sehen die Tornescher Politiker mit Skepsis entgegen und sie glauben nicht, was die LVS (Landesweite Verkehrsservicegesellschaft) angekündigt hat. Nämlich, dass die Türen der hinteren Wagen der betreffenden Züge in Hamburg geschlossen werden und dann erst wieder für die Rückfahrt nach Hamburg für Bahnreisende zur Verfügung stehen sollen. „Das klingt ja nach Schilda. Wir sollten ins Protokoll aufnehmen, dass wir diese Darstellung der LVS nicht glauben“, so Helmut Rahn.

Als eine seiner letzten „Amtshandlungen“ als Vorsitzender des Umweltausschusses hatte der Grünen-Politiker gemeinsam mit den Politikern der anderen Parteien die Verwaltung beauftragt, bei den Entscheidungsträgern durchzusetzen, dass auch der Bahnsteig Richtung Elmshorn nicht nur erhöht, sondern 300 Meter lang wird, um alle Optionen für mögliche Zughalte zu haben.

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erstellt am 06.Jun.2013 | 20:00 Uhr

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