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Ersatzpflanzungen : Bäume für ein grünes Uetersen

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Rosenstadt soll noch grüner werden. Im Frühjahr sollen die ersten Bäume in Uetersen gepflanzt werden. Die Grünen übten indes Kritik an den Fällanträgen von Grundstücksbesitzern.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2017 | 17:30 Uhr

Uetersen | Mehrere Grundstücksbesitzer hatten bei der Stadt Uetersen die Fällung von Bäumen an ihren Grundstücksgrenzen beantragt, SPD und Grüne sprachen sich deutlich dagegen aus. Die Baumersatzpflanzungen auf dem Stadtgebiet sollen im Frühjahr beginnen, eine erste Liste mit 30 geplanten Bäumen wurde vom Bau- und Umweltausschuss verabschiedet.

„Die Leute bauen ihre Nebengebäude immer dichter an die Bäume, und wenn die Bäume dann wachsen, dann sollen sie gefällt werden, weil sie die Nebengebäude gefährden“, kritisierte Ratsherr Bernd Möbius von den Grünen und forderte: „Dann müssen die Leute eben ihre Nebengebäude versetzen!“ Über gleich vier Anträge, städtische Bäume zu fällen, die den angrenzenden Grundstückseigentümern Probleme bereiten, hatte der Umweltausschuss zu entscheiden.

Vor dem Sozialkaufhaus sollen neun holländische Linden gepflanzt werden

Bei zweien hatte die Verwaltung bereits im Vorfeld eine Ablehnung empfohlen. Denn dass die Wurzeln eines Baums in die Abwasserleitung eines Hauses einwachsen, kann der Eigentümer durch die Verwendung von Wurzelsicherungen verhindern. Dieser Auffassung ist der Bauausschuss auch gefolgt. In einem anderen Fall beschädigen die Baumwurzeln einen Carport, doch nur mit knapper Mehrheit sprachen sich CDU und BfB für eine Fällung aus. „Für uns ist das Fällen von Bäumen kein Verwaltungsakt, wir möchten das weiter hier im Ausschuss beschließen“, machte Dirk Woschei deutlich, dessen Fraktion für den Erhalt aller vier betroffenen Bäume stimmte.

Um die vielen Bäume, die aus den unterschiedlichsten Gründen aus dem Stadtbild verschwanden, zu ersetzen, plant die Stadt Uetersen nun Baumersatzpflanzungen. Eine erste, von der Verwaltung erarbeitete Liste hat der Bau- und Umweltausschuss gebilligt, darunter neun holländische Linden, die vor dem Sozialkaufhaus gepflanzt werden sollen, zwei Tulpenbäume für die Pflanzinsel Großer Wulfhagen oder auch zwei Kegel-Feldahorne an der Kassbeerentwiete. Der Ausschuss beschloss zudem, dass Baumscheiben nicht rückgebaut, sondern mit niedrigeren Pflanzen begrünt werden.

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