zur Navigation springen

Begehung der City : Bäume, Büsche und Blumenkübel

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Bürgerbeteiligung bei der Begehung der Innenstadt durch Mitglieder der beiden Fachausschüsse Umwelt und Stadtentwicklung war erfreulich. Das würdigte der Umweltausschussvorsitzende entsprechend. Dieter Schipler (SPD) leitete die gemeinsame „Sitzung“. Die Fuzo, der Marktplatz und auch die Wassermühlenstraße wurden in Augenschein genommen. Nach 30 Jahren vertrage dieser Bereich ein neues Gesicht, wurde im Vorfeld der Begehung argumentiert. Nur wie, weil man doch eigentlich sparen muss? Erst einmal wurden alle Anregungen protokolliert: Bäume, die weiter wachsen dürfen, solche, die weichen sollen und solche, die ersetzt werden müssen, notierte sich Peter Bröker, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes, der Protokollant an diesem Abend war. Die gemauerten Baumscheiben wurden als generell zu klein befunden. Wenn man die Bäume erhalten wolle, müsse man großzügigere Lösungen finden. Der große Zuckerahorn vor dem Fachgeschäft Lavorenz wurde als erhaltenswert eingestuft. Nicht zuletzt Rudolf Lavorenz, Inhaber des Fachgeschäftes, machte sich stark dafür. Ein weiterer Baum hingegen, er befindet sich vor dem Restaurant „Riccis“, muss vermutlich ersetzt werden. Weiter ging es vorbei an dem Lederhülsenbaum vor der Postbank und einer Kirsche, die so schadhaft ist, dass sie gefällt werden soll. Ob die Baumscheibenbepflanzung System habe oder gewürfelt worden sei, wollte CDU-Fraktionschef Kai Feuerschütz wissen. Eine Antwort bekam er nicht. Man solle schon für ein einheitliches Bild bei der Baumscheibenbepflanzung sorgen, sagte jedoch der die Gruppe begleitende Baumsachverständige Uwe Thomsen aus Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2012 | 18:19 Uhr

Angeregt wurden von IHG-Chef Andreas Hinrich Patenschaften für die einzelnen Baumscheiben. Aber auch für die Brunnen, die man in Schuss halten oder entfernen müsse, so ein Hinweis aus der Gruppe. Angemahnt wurde der defekte Brunnen am Rathaus und der Brunnen vor Woolworth, der offensichtlich ebenfalls nicht gänzlich intakt ist. Vielleicht könne man mit Büschen auf den Baumscheiben eine bessere Wirkung erzielen, wurde gemutmaßt. Diskutiert wurden zudem die Baumscheiben, die entfernt werden sollen. Zumindest vier der acht Kugelahornbäume vor Penny sollen gefällt werden, weil sie einfach nicht wachsen wollen. Einige plädierten auch dafür, alle acht zu entfernen.

Vor dem Optiker Oeding wurde ein Baum ausgemacht, der aufgrund fortgeschrittener Fäulnis gefällt werden muss. Die Politiker wollten wissen, warum die Bänke auf dem Marktplatz entfernt wurden. Die Antwort kam von Verwaltungsseite: Es habe wiederholt Ruhestörungen geben, die Nachbarschaft habe sich beschwert. So habe die Bürgermeisterin reagieren und den Aufenthalt dort unkomfortabler gestalten müssen. Als die Gruppe schließlich in der Wassermühlenstraße angekommen war, tränten dem Baumsachverständigen fast die Augen: Die Bäume müssten vor dem wilden Parken geschützt werden, sagte er. Er meinte die Linden, die im Grandbereich wachsen. Die SPD-Fraktion griff den Ball gerne auf. Günter Wehner vom Stadtentwicklungs- und Bauausschuss sagte, dass er die Idee einer Kübelbepflanzung gerne noch einmal ins Gespräch bringen wolle. „Vielleicht erhalten wir ja diesmal eine Mehrheit“, so Wehner.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert