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Elmshorner Schwimmhalle : Bad bleibt 2016 geschlossen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach dem Fund krebserregender Stoffe im Elmshorner Hallenbad bleibt es wahrscheinlich noch bis Ende 2016 geschlossen. Davon gehen Siegfried Golz (CDU), Vorsitzender des Stadtwerkeausschusses, und Sören Schuhknecht, Leiter der Stadtwerke Elmshorn, aus. Die Politik müsse zwischen Neubau und Sanierung abwägen, berichtete Thorsten Mann-Raudies, Sprecher für Stadtwerkepolitik der Elmshorner SPD. Eine Besucherin hatte im Mai schwarze Brocken entdeckt, die aus den Fugen zwischen den Fliesen hervorquollen. Sie traten inner- und außerhalb des Beckens auf. Eine Untersuchung zeigte, dass sie Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe enthielten, die als krebserregend gelten. Deshalb ist das Hallenbad seit dem 29. Mai geschlossen.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 20:38 Uhr

Neue Erkenntnisse lägen noch immer nicht vor, sagte Schuhknecht gestern. Anhand von Bohrproben werde aber zurzeit ein Gutachten über die Qualität des Betons erstellt, das er für November erwartet. Hinsichtlich der Qualität der 46 Jahre alten Bausubstanz könnte es von erheblicher Bedeutung sein.

In einem ersten Workshop zur Zukunft des Bades am Sonnabend begannen Vertreter des Stadtwerkeausschusses, der Stadtwerke und der Unternehmensberatung Prova aus Hamm Bedarf und Möglichkeiten auszuloten. Golz berichtete, dass 15 Teilnehmer im Hotel Sportlife an Fragen arbeiteten wie: „Was wird heutzutage von einem Bad verlangt? Wie lassen sich die Kosten möglichst gering halten?“ Der Workshop habe die Prova- und Stadtwerke-Vertreter beauftragt, Kosten zu ermitteln und damit die Basis für eine Entscheidung im Ausschuss zu legen.

Die Stadtwerke stehen zum einen vor der Herausforderung, dass die Vielfalt an Freizeitangeboten eine zunehmende Konkurrenz zu den Schwimmbädern darstellen, so Schuhknecht. Zum anderen ist die Finanzierung zu klären. Golz: „Finanziell geht es der Stadt nicht gut.“ Jeder Kredit, den die Stadtwerke aufnehmen müssten, belaste ihre Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Anstelle einer Investition in das Schwimmbad bevorzuge manch ein Bürger eine Strompreissenkung. Golz stellte infrage, ob ein Spaßbereich, eine Rutsche und Sprungtum notwendig seien.

Raudies zufolge wünschen sich die Vereine ein Hallenbad mit einer Größe und Ausstattung wie gehabt. Laut Schuhknecht nutzen sie und die Schulen aber ohnehin hauptsächlich das Freibad. Das Sport- und das Lehrschwimmbecken werden dazu seit Jahren in Herbst und Winter mit einer Traglufthalle überdacht.

< Unter der Traglufthalle kann die Öffentlichkeit während der Herbstferien mittwochs von 9 bis 21 Uhr, während der Schulzeit montags, dienstags, donnerstags und freitags jeweils von 9 bis 21 Uhr, sonnabends von 8 bis 17 Uhr und sonntags von 8 bis 19 Uhr schwimmen.

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