Konzert zum Advent : Bach und Vivaldi in der Klosterkirche

Seit 1992 gibt es in der Krückaustadt ein ständiges Orchester zur Pflege klassischer Musik, das „Concerto Elmshorn“. Dieses Ensemble, das unter der Leitung von Jürgen Gross steht (dem Begründer des Elbipolis Barockorchesters, das am Sonntag beim Brahms-Requiem in der Klosterkirche mitwirkte), wird am Sonnabend, 30. November, in der Klosterkirche auftreten.

shz.de von
17. November 2013, 17:55 Uhr

Gespielt wird festliche Musik zum Advent von Bach und Vivaldi. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr. Karten zum Preis von acht Euro gibt es an der Abendkasse.

Interpretiert werden fünf „Schätze“ der Barockmusik: Das Concerto Elmshorn hat Bachs Orgelfantasie in G-Dur (BWV 571) in einer neuen Transkription für Streichorchester einstudiert. Ferner erklingt das „Dritte Brandenburgische Konzert“.

Nicht ganz alltäglich ist die Besetzung. Mit drei Violinen, drei Violen, drei Violoncelli plus Basso Continuo-Gruppe stellt das Werk eine besondere Herausforderung für jedes Orchester dar.

Bachs Cembalokonzerte entstanden in Leipzig etwa zwischen 1729 und 1740, als er das von Telemann gegründete Collegium Musicum leitete. Isolde Kittel-Zerer wird in der Klosterkirche die Solistin im D-Dur-Cembalokonzert sein, das eine Bearbeitung des E-Dur-Violinkonzertes ist. Bach war ein großer Bewunderer Antoni Vivaldis, dessen Concerto madrigalesco unter den Eindrücken weltlicher Musik entstand. Das Madrigal stellt beim Konzert das Gegenstück zur Chormusik dar.

Der Priester Vivaldi war „Maestro del violino“ im „Ospedale della pietà“ in Venedig, einem Waisenhaus für Mädchen.

Die Konzerte gehörten zu den gesellschaftlichen Höhepunkten Venedigs und wurden nicht nur von städtischen Patriziern, sondern auch von ausländischen Gästen besucht, die in Zeiten des Karnevals zu Tausenden nach Venedig strömten. Die Mädchen wurden in allen möglichen Instrumenten unterrichtet und sollten ihre Kunst öffentlich vorführen.

Das Concerto Elmshorn wird das Concerto ripieno, RV 114, interpretieren. Dieses Werk gibt jeder Stimmgruppe Gelegenheit, ihre Musikalität zu beweisen. Das zeigt sich besonders in der Ciaconna am Ende des Werks.

Das Konzert am 30. November wird durch kurze, weihnachtliche Geschichten – rezitiert von Ensemble-Mitglied Thorsten Mann Raudies – ergänzt.

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