Orgelzyklus endet : Bach-Improvisationen

Die vielbeachteten Konzerte in der Katharinenkirche zu Großenaspe, die in diesem Jahr unter dem Thema: „Johann Sebastian Bach und die Kunst der freien Improvisation“ stehen, nähern sich dem Ende. Professor Ernst-Ulrich von Kameke – er ist der Initiator der Großenasper Orgelkonzerte – konnte für den 8. Orgelzyklus auf der Digital-Orgel namhafte Kirchen-Musik-Direktoren (KMD) engagieren.

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27. März 2014, 18:19 Uhr

Am 29. März gibt Thomas Dahl ein Gastspiel. Er ist seit 1996 Kantor und Organist an der Hauptkirche St. Petri in Hamburg und wurde 2007 KMD. Dahl stammt aus Tönning und studierte nach dem Abitur Kirchenmusik, Komposition, Musikpädagogik, Musikwissenschaften und Orgel-Konzertfach in Hamburg, Stuttgart, Paris und Chicago. Sein um 16 Uhr beginnendes Konzertprogramm beinhaltet Musik von J. S. Bach (Präludium und Fuge e-moll BWV 448), von M. Reger (Consolation op. 65 Nr. 4), von E.-U. von Kameke (aus Rascacielos Wolkenkratzer (1973), Sechs Elemente für Orgel IV. Asenor (Aufzug) V. Ventana (Fenster) und VI. Salida (Ausgang) sowie vom Organisten Improvisationen über ein selbstgewähltes und gegebenes Thema sowie Improvisationen über J. S. Bach’ s Toccata d-moll.

Wie auch Thomas Dahl wird der Solist Hans Gebhard – er war KMD an der Nikolai Kirche zu Kiel – am 12. April eine kurze Einführung geben. Am Schluss ist ein Gedankenaustauch bei Kaffee möglich. Hans Gebhard wurde 1929 in Schwarzenbach/Saale geboren und studierte von 1947 bis 1949 Kirchenmusik- und Komposition in Müchen. Sein Musikstudium absolvierte er in Kiel bei Walter Wiora und Walter Salmen. Nach neun Jahren als Stadtkantor in Bayern ging Gebhard von 1959 bis 1989 nach Kiel an die Nikolai Kirche und war dort KMD. Er erhielt verschiedene Auszeichnungen wie den „Händelring“ des Verbandes Deutscher KonzertChöre (1996) und war Dozent der Meisterklassen sowohl für Literaturspiel als auch Improvisation. Gastauftritte führten Gebhard in viele europäische Länder und die USA. Er wird am 12. April um 16 Uhr das Praeludium uFuge C-Dur BWV 547 von J. S. Bach intonieren. Außerdem von Franz Liszt „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ (Variationen über den Basso continuo des 1. Satzes von J. S. Bachs gleichnamiger Kantate). Mit drei Improvisationen endet das letzte Orgelkonzert.

Der Eintritt zu den Konzerten ist kostenfrei, eine Kollekte freut die Veranstalter.

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