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Uetersener Nachrichten

24. Oktober 2017 | 10:24 Uhr

Helgoland : Babyboom bei Kegelrobben

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sie haben ein weißes, weiches Fell, riesige Knopfaugen und immer einen leicht konsternierten Gesichtsausdruck, mit dem sie die Herzen im Sturm erobern: Auf Helgoland hat in der vergangenen Woche das erste Kegelrobbenbaby dieser Wurfsaison das Licht der Welt erblickt. Fachleute rechnen damit, dass auf der Nordseeinsel in den kommenden sechs Wochen mindestens 200 Jungtiere geboren werden.

shz.de von
erstellt am 18.Nov.2014 | 21:40 Uhr

„Das besondere an den Kegelrobbenbabys auf Helgoland ist, dass sie nicht weit weg von jeglicher Zivilisation aufwachsen, sondern direkt am Strand der Düne“, sagte Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. So könnten Gäste den Tieren vergleichsweise nahe kommen und sie in aller Ruhe beobachten.

Zuständig für die Helgoländer Robbenkolonie ist neben den Seehundjägern auch der Verein Jordsand. Er ist in den kommenden Wochen mit zusätzlichem Personal auf der Düne vertreten, überwacht rund um die wachsende Kolonie den Naturschutz und bietet täglich Führungen für Inselgäste an.

Und davon wird es angesichts der Wurfzahlen in den kommenden Monaten viele geben. „Wir sind gut vorbereitet“, sagte Klaus Furtmeier. So infomiert die Kurverwaltung mit einem neuen Faltblatt über das richtige Verhalten bei der Begegnung mit Robben. „Insbesondere der einzuhaltende Abstand von 30 Meter ist sehr wichtig“, so Tourismusdirektor Klaus Furtmeier. Über das richtige Verhalten informiert ab sofort auch eine Lautsprecherdurchsage auf der Dünenfähre.

Bis etwa Mitte Januar tummeln sich die Kegelrobben auf der Helgoländer Düne und bringen hier die Jungtiere zur Welt. Die voraussichtlich 250 Weibchen bleiben anschließend noch drei Wochen, um den Nachwuchs zu säugen. Gegen Ende dieser Zeit, wenn die Weibchen erneut paarungsbereit sind, tauchen dann auch die Bullen wieder auf der Düne auf. „Dann kommt es immer wieder zu teilweise spektakulären Kämpfen“, so Furtmeier.

In den ersten Tagen ihres Lebens sind die kleinen Kegler noch nicht wirklich gut an ihre Umwelt angepasst. Sie können nicht schwimmen, ihr Fell ist noch nicht wasserabweisend und sie sind zu dünn, um gegen die Kälte des Winters und der Nordsee geschützt zu sein. Das ist der Grund, warum sie die ersten Wochen an Land verbringen und sich mithilfe der äußerst nahrhaften Milch der Kegelrobbenweibchen eine Fettschicht anfressen. Die verlassen den Platz bei ihrem Jungtier nur, um selber zu jagen.

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