Klärwerk : AZV investiert 17 Millionen Euro

Kräftig investiert wird vom Abwasser-Zweckverband (AZV) Pinneberg in den kommenden Jahren. Allein zehn Millionen Euro sollen 2015 in die Modernisierung der mechanischen Reinigung fließen, wurde während der jüngsten Verbandsversammlung bekannt. Zudem werden die Planungen für eine Klärschlammtrocknung wieder aufgenommen.

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29. Dezember 2014, 20:49 Uhr

Fünf Jahre wird es voraussichtlich dauern, bis die mechanische Reinigungsstufe des Hetlinger Klärwerks modernisiert ist. Das umfasst die Erneuerung von Zulaufrinnen, Sandfang, Vorklärung und Rechenanlage. Ab dem kommenden Frühjahr wird in einem ersten Bauabschnitt die Vorklärung verkleinert und optimiert. Hierfür sind circa fünf Millionen Euro eingeplant.

Der Zweckverband verspricht sich durch die Modernisierungsmaßnahmen eine deutliche Senkung der Betriebs- und Energiekosten der entsprechenden Anlagen sowie eine Verbesserung der Kohlendioxid-Bilanz. Die Erneuerung der mechanischen Reinigungsstufe ist das größte Bauprojekt auf dem Gelände des Klärwerks seit 2003. Insgesamt investiert der Abwasser-Zweckverband bis 2018 in dieses Projekt rund 17 Millionen Euro.

Weiterhin arbeiten die Planer des AZV an einem neuen Konzept für die Klärschlammtrocknung. Die alte, nicht mehr wirtschaftliche Anlage steht seit Jahresbeginn 2013 still. Da der Schlamm seither nicht mehr vorgetrocknet wird, also viel Wasser enthält, steigt das Volumen des abzutransportierenden Schlamms. Das ist mit höheren Kosten und einem erhöhten Lkw-Verkehr in Hetlingen verbunden. Bis 2017 sollen die Planungen für die neue Anlage abgeschlossen sein.

Die Nutzung der bei der Klärschlammbehandlung anfallenden Abwärme spielt dabei eine zentrale Rolle. In die Konzeption investiert das Kommunalunternehmen im kommenden Jahr etwa eine halbe Million Euro.

Vom Tisch scheint damit eine kommunale Zusammenarbeit bei der Entsorgung des Klärschlamms. Der ehemalige Klärwerks-Chef Lutz Altenwerth hatte dazu noch im Frühjahr 2013 Partner in Kiel, Lübeck und Ostholstein im Visier.

Über eine Klärschlammverbrennung war bereits 2007 heftig gestritten worden. Die Klärwerker nannten sie damals EVA für „Energieverwertungsanlage“. 2008 legte der AZV-Vorstand das Vorhaben allerdings nach Protesten aus Hetlingen auf Eis. Lesen Sie zu der Versammlung auch den unten stehenden Artikel.

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