zur Navigation springen

Abwasser-Zweckverband 2011 : AZV-Gebühren bleiben stabil

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Abwasser-Gebühren können stabil bleiben! Dies ist die Konsequenz aus dem Jahresabschluss 2011 des Abwasser-Zweckverbandes (AZV) Pinneberg, der während der jüngsten Verbandsversammlung vorgelegt werden konnte. Auf dem Klärwerksgelände wurde so gut gewirtschaftet, dass 1,7 Millionen Euro in die Rücklage gesteckt werden konnten.

„Die zentrale Schmutzwassergebühr, die jede Gemeinde für die Einleitung ins Klärwerk Hetlingen entrichten muss, bleibt also aller Voraussicht nach weiterhin stabil bei 1,17 Euro pro Kubikmeter“, erklärte der Vorsitzende der Verbandsversammlung Roland Krügel. Zuletzt hatte der AZV die Gebühr nach elf Jahren Gebührenstabilität zum Jahresbeginn 2010 um acht Cent anheben müssen.

32 Milllionen Kubikmeter Schmutzwasser sind 2011 in Hetlingen geklärt worden. Diese Menge ist gegenüber dem Vorjahr ungefähr gleich geblieben. Die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für die Einleitung von Nährstoffen in die Elbe wurden wie in den Vorjahren zum Teil deutlich unterschritten.

2011 hat der AZV kräftig investiert. Für das Sammlernetz gab das Kommunalunternehmen 4,6 Millionen Euro aus. Rund acht Millionen Euro hat der Zweckverband im vergangenen Jahr verbaut. Primär hat man sich dabei um die Geruchsminderung für die Hetlinger gekümmert. Der Gestank vom Klärwerk hatte erhebliche Proteste aus dem Marschdorf ausgelöst.

Neben diesem Bau neuer Biofilter (1,4 Millionen Euro) wurde 2011 die Modernisierung des Blockheizkraftwerkes auf dem Klärwerksgelände abgeschlossen. Für letzteres wurde seit 2009 11,3 Millionen Euro ausgegeben. Der Lohn für dieses Investment: Circa 70 Prozent des elektrischen Energiebedarfs deckt der azv mittlerweile selbst über die Stromproduktion aus Klärschlamm ab.

„Durch den Ausbau des Eigenenergieanteils sinken die Kosten für den Energieankauf. Das entlastet die Finanzhaushalte unserer Mitgliedsgemeinden und ist obendrein gut im Sinne des Klimaschutzes“, berichtete Lutz Altenwerth, Vorstand des azv Südholstein. Ob die Gebühren stabil bleiben, die die Bürger zu zahlen haben, liegt nicht nur in der Hand des AZV. Entscheidend ist auch, wie sich die Gebühren der Netze in den Städten und Dörfern entwickeln. Diese Systeme liegen zumeist in den Händen der Kommunen.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Jun.2012 | 21:12 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert