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Kooperatives Schultraining : AWO-Spende für ein Baumhaus

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die finanzielle Hilfe, die der AWO-Ortsverein in unkomplizierter Form für soziale Projekte sowie Kinder und Erwachsene in unterstützungswürdigen Situationen leistet, ist vielfältig.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2013 | 21:34 Uhr

Nun hat sich die Liste um eine weitere gute Tat erweitert: Dem Projekt „Kooperatives Schultraining Uetersen“ der AWO Jugendhilfe wurden 500 Euro gespendet. Das Projekt ist 2008 aus einer Kooperation des Jugendamtes, des Schulamtes, des Förderzentrums Geschwister-Scholl-Schule Uetersen und der Stationären Jugendhilfe der AWO entstanden. Betreut werden in dem Projekt Kinder und Jugendliche aus dem Einzugsgebiet Uetersen, Tornesch und Moorrege, die aufgrund ihres Sozialverhaltens in den Regelschulen nicht mehr im Klassenverband beschult werden können oder den Schulbesuch verweigern. Wenn alle Möglichkeiten der Schule ausgeschöpft sind, die Kinder und Jugendlichen im bisherigen Klassenverband zu unterrichten, dann greift das „Kooperative Schultraining“. Bis zu zwölf Kinder und Jugendliche können in dem Projekt an verschiedenen Standorten in Uetersen individuelle Unterstützung erfahren. Begleitet werden sie von einem Team bestehend aus fünf Lehrkräften und Sozialpädagogen der AWO während der Schulzeit und am Nachmittag. „Für die Schüler werden individuelle Arbeitspläne erstellt und persönliche Entwicklungsziele festgelegt. Manchmal beinhaltet die Begleitung erst einmal gar nichts mit Schule, denn Schulverweigerung kommt nicht von ungefähr. Es geht darum, ganz behutsam das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen zu stärken, ihnen zu helfen, eigene Fähigkeiten und Interessen zu erkennen und positives Sozialverhalten zu erlernen“, betonen Sozialpädagogin Inga Struve und Sonderschulpädagogin Janina Pöhlsen. Wie lange für einen betroffenen Schüler die individuelle Begleitung, das Lernen in einer kleinen Gruppe oder einer „Partnerklasse“ dauert, ist unterschiedlich. Bislang verweilten die meisten Teilnehmer zwischen zehn bis 18 Monaten in dem Projekt. Ziel ist die vollständige Rückkehr in den Regelunterricht mit Perspektive Schulabschluss, was bei 80 Prozent der seit September 2008 bis Januar 2013 betreuten Schüler erreicht wurde.

Auch tiergestützte Pädagogik wie therapeutisches Reiten oder das Zusammensein mit Therapiehündin Misha und handwerkliche Projekte gehören zum sozialen Lernen im Kooperativen Schultraining des Kompetenzzentrums Uetersen. Die Spende des Tornescher AWO-Ortsvereins soll in ein handwerkliches Projekt fließen. Unter Anleitung werden die Kinder und Jugendlichen für sich ein Baumhaus auf dem Gelände von Hus Sünnschien bauen.

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