Entwicklung des Automobils : Autokultur und Designästhetik

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Eine informative neue Herbst-Ausstellung mit dem Titel „Autokultur – Designästhetik und Straßenverkehr“, zeigt das Museum Kellinghusen. Alle Autoliebhaber und Technikinteressierte werden ihre Freude an dem historischen Bild- und Textmaterial zur Geschichte des Automobils und der Entwicklung der (auto)-mobilen Gesellschaft haben. Diese Kabinett-Ausstellung, mit Teilen aus Privatbesitz, ist in übersichtliche Abschnitte gegliedert und erklärt anschaulich die faszinierende Entwicklung der ersten benzinmotorgetriebenen Fahrzeuge.

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11. Oktober 2012, 17:57 Uhr

Der „Patent-Motorwagen von Carl Benz hatte drei Räder und wurde vom Fahrrad abgeleitet. Daimler baute seinen Motor in eine herkömmliche Holzkutsche ein. Die Motorleistung der beiden Fahrzeuge betrug jeweils 1 PS. 1934 nahm das Konstruktionsbüro von Ferdinand Porsche den Auftrag Hitlers an, einen Volkswagen zu konstruieren. Der Benzinverkauf, der anfangs in Drogerien und Apotheken aus dem Fass in Kannen abgefüllt wurde, entwickelte sich aus dem Handel mit Leuchtpetroleum. Im Jahre 1906 führte die DAPG (Deutsch-Amerikanische Petroleum-Gesellschaft), die spätere Deutsche Esso AG, das Markenbenzin DAPOLIN ein. Nach dem ersten Weltkrieg wurden die schlichten Benzindepots durch Bürgersteigpumpen ersetzt. Es ist interessant auf Fotos zu sehen wie das Benzin durch eine Handpumpe in ein fünf Liter fassendes Glasgefäß befördert und per Schlauch in den Autotank gefüllt wird. Aufgrund steigender Lohn- und Betriebskosten wurde 1970 die Selbstbedienung eingeführt.

Wissen Sie, verehrter Leser, wer den ersten Führerschein für motorgetriebene Fahrzeuge besaß? Es war im Jahre 1888 Carl Benz. Die erste Fahrschule eröffnete 1904 und ab 1926 wurde eine einheitliche Straßenverkehrsordnung eingeführt.

Verkaufsprospekte (von 1951 - 1973) verdeutlichen die Entwicklung des Autodesigns; von der Stromlinien- bis zur Pontonform, deren Vorbilder der USA-Traumwagenstil war. Die Trapezform und ein funktionales, sachliches Produktdesign kam um 1960 in Europa auf. Nach den entbehrungsreichen Kriegs - und Nachkriegsjahren entwickelte sich der Tourismus in den 1950er Jahren.

Das individuelle Reisen war abenteuerlich, denn es gab noch kein Autobahnnetz und gesprengte Brücken erforderten lange Umwege. Auch waren damals die Grenzübertritte noch mit bürokratischen Schwierigkeiten verbunden.

Der Statistik nach gingen 1954 lediglich 19% der Urlauber im eigenen Wagen auf die Reise. 1960 waren es bereits 38% und 1964 schon 53 Prozent. Öffnungszeiten: Do. - So. jeweils 14 - 17 Uhr in der Hauptstraße 18.

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