Parkraumzone Wassermühlenstrasse – Am Markt : Autofahrer verärgert über Strafmandate

Die Frage: „Wo darf ich parken?“ ist seit geraumer Zeit an der Wassermühlenstraße geklärt.

shz.de von
18. Januar 2012, 20:34 Uhr

Zwei Stunden in gekennzeichneten Flächen. Gekennzeichnet ist ein Parkplatz, wenn der Bordstein davor abgesenkt ist. So die Polizei. Daher darf nun auch auf den Grandflächen geparkt werden.

Was aber ist mit dem Marktplatz hinter dem Rathaus? Am Markt wurden die Park- und Halteverbotsschilder weitgehend abgebaut. Die riesige Fläche ist vom Architekten einst hübsch gestaltet worden, und nur die umfangreiche Beschilderung machte darauf aufmerksam, dass es neben Parkflächen auch Bereiche für Fußgänger gibt, also einen Gehweg.

Jetzt gilt auch dort: Abgesenkte Bordsteine sind ein Hinweis für Autofahrer, dass das Parken dort erlaubt ist. Den Fußweg gibt es in seiner früheren Eindeutigkeit nun nicht mehr. Allerdings, so Lars Mumme vom Ordnungsamt, gelte auch dort die Parkraumzone. Auf dem gesamten Marktplatz und den angrenzenden Parkbuchten darf somit ebenfalls nur zwei Stunden lang geparkt werden. Wer sein Auto ohne Parkscheibe abstellt, läuft somit Gefahr, aufgeschrieben zu werden. So wie in den vergangenen Tagen mehrfach durch die Polizei erfolgt. Das hat zur erheblichen Verärgerung der betroffenen Autofahrer geführt, die sich der Rechtslage offensichtlich nicht bewusst gewesen sind.

Die Parkraumzonen, die – wie in Uetersen – mehrere Straßenzüge umfassen können, sind seit rund 20 Jahren Bestandteil der Straßenverkehrsordnung. Auf sie wird vornehmlich deshalb zurückgegriffen, weil viele Städte der „Schilderflut“ Herr werden und auch Kosten sparen wollen. Verkehrszeichen sind eben teuer.

Im Bereich des Marktplatzes gibt es einen letzten strittigen Bereich. Mit einem zusätzlichen Halteverbotszeichen soll das Parken dort ausgeschlossen werden. Das Problem derzeit: Es fehlt ein zweites Halteverbotsschild, das den verbotenen Bereich eindeutig kennzeichnet. Gegenwärtig könnte man davon ausgehen, dass sich das Halteverbot quer über den gesamten Marktplatz zieht.

Die Verwaltung plane, so der Ordnungsamtsleiter, die Eindeutigkeit mit einer schraffierten Fläche herzuleiten. In dieser darf dann nicht geparkt werden.

Die Polizei hat angekündigt, die Zwei-Stunden-Regelung im Bereich der Innenstadt auch in Zukunft überwachen zu wollen. Parksünder werden also weiter aufgeschrieben.

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