Kooperation : Auszeichnung vom Kreispräsidenten

3589449_800x588_508992958d02a.jpg

„Sie sind ein Vorbild für andere“, lobt Kreispräsident Burkhard E. Tiemann. Und weil die sechs jungen Damen mit ihrem Erfolg den Kreis Pinneberg ein wenig bekannter gemacht haben, war der oberste Repräsentant in die Regionalschule gekommen, „um Danke zu sagen.“ Obendrein gab es noch eine Urkunde sowie einen USB-Stick, damit die Bilder der nächsten Siege weitergegeben werden können.

shz.de von
25. Oktober 2012, 21:25 Uhr

Denn bei dem bundesweiten Hallenfußball-Wettbewerb „Schul-Liga“ haben die Kickerinnen im Sommer den 2. Platz in der Gruppe U17 belegt. Möglich wurde dieser Erfolg auch durch eine Kooperation. Spielerinnen von der Moorreger Regionalschule und dem Uetersener Ludwig-Meyn-Gymnasium traten gemeinsam an. Selbst altgediente Lehrer konnten sich an keine Zusammenarbeit beider Bildungseinrichtungen erinnern.

Geschmiedet hatten die Zusammenarbeit die beiden Fußball-Lehrer Tobias Führmann und Stephan Krumme. „Wir sind anfangs etwas belächelt worden“, so der Uetersener Pädagoge, „aber ich wusste, dass wir gewinnen können.“ Und bei Tobias Führmann haben die Spielerinnen für ein Umdenken in Sachen Frauenfußball gesorgt. „Die Mädels können richtig mit dem Ball umgehen“, sagt der Koordinator der Moorreger Orientierungsstufe. Als „Goldenen Jahrgang“ bezeichnet Stephan Krumme die jungen Damen. Führmann stellt fest, dass die Leistungsträger von der Rosenstadt-Schule kommen. Zeit und Arbeit investieren die Spielerinnen in ihr Hobby. Alle treten seit sieben, acht Jahren gegen den Ball. Drei- bis fünfmal die Woche wird trainiert, und zwar in den jeweiligen Vereinen sowie Auswahlmannschaften. „Sie sind Leistungssportlerinnen“, stellt Führmann fest. Die Kooperation der beiden Schulen funktioniert so gut, dass sie fortgesetzt und ausgeweitet werden soll. Gemeinsam tritt man bei Schul-Liga 2013 an. Während die beiden Coachs Platz 1 als Ziel ausgeben, sind ihre Schutzbefohlenen vorsichtiger. „Chillen“ und „neue Kontakte knüpfen“ sind ihre persönlichen Vorgaben.

Zudem will man erstmals gemeinsam bei der „Lebensweltmeisterschaft“ antreten. In der Aktion, die immer vor einer Fußball-WM organisiert wird, geht es nicht nur darum, mehr Tore als der Gegner zu erzielen. Nach dem Motto „Die Welt ist ein Dorf“ geht es auch um die Lebensbedingungen, unter denen in anderen Teile des Globus gelebt und der Liebe zum Fußball gefrönt wird. Dann ist übrigens auch das andere Geschlecht dabei, denn es treten gemischte Mannschaften an. www.schul-liga.de u www.lebensweltmeister.de

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert