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Präventionsarbeit : Auszeichnung für die Regionalschule

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine bundesweit einmalige Auszeichnung hat die Regionalschule Moorrege erringen können. Sie darf sich jetzt „Präventionsschule“ nennen. Der Kreis, das „Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein“ (IQSH) und das Schulamt Pinneberg haben dieses in Deutschland einmalige Projekt initiiert. Zusammen mit der Moorregern können 44 weitere Bildungseinrichtungen jetzt diesen Namen führen.

Die Pädagogen Nadine Rieckers und Björn Schwientek kümmern sich um die Präventionsarbeit der RegMo. „Wir setzen mit unserer Arbeit ein Zeichen gegen Anonymität, psychische und physische Gewalt, Drogen sowie Intoleranz“, erklären sie. Es geht darum die Selbstwahrnehmung der Kinder zu stärken. Konstruktive Kommunikation wird eingeübt. Sie lernen Umgang mit Stress und negativen Emotionen. Kreatives und kritisches Denken wird ebenso gefördert wie die Fähigkeit Probleme eigenständig zu lösen. Bevor der Kreis diese Aktion startete, gab es bereits eine ausgeprägte Präventionsarbeit in Moorrege. Durch die Anforderungen des Kreises bekam sie noch einen Schub. Die Schulen sollten über ausgebildete Präventionskoordinatoren verfügen. Die Beiden absolvierten dazu einen 60-stündigen Kursus, den der Kreis in Zusammenarbeit mit dem IQSH angeboten hatte. Ein Präventionskonzept musste erarbeitet werden. Das gab es schon in Moorrege, es wurde aber noch einmal überarbeitet und erweitert. 20 Seiten umfasst es jetzt.

Prävention soll in einer regelmäßigen Struktur in der Schule eingebunden sein. „Wir arbeiten eng mit dem Schulsozialarbeiter Sebastian Rollke zusammen“, berichtet Nadine Rieckers. Externe Berater der Erziehungs- und Suchtberatung kommen in die Schule. Damit kontinuierlich die Arbeit überprüft und fortentwickelt wird, ist ein Präventionsrat gebildet worden. In ihm engagieren sich Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen. Den Gefahren der Neuen Medien wollen die beiden Pädagogen mit einer „Sorgenmail“ Rechnung tragen. An die können sich Schüler wenden, die sich im Internet gemobbt fühlen. „Die Täter bleiben damit nicht mehr anonym“, erklärt Schwientek.

„Konfliklotsen“ sollen bald im Rahmen eines Wahlpflichkurses ausgebildet werden. Die Siebtklässler sollen später den Fünftklässlern bei ihren kleinen und großen Sorgen helfen.

www.regmo.de

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erstellt am 19.Aug.2013 | 19:02 Uhr

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