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Integriertes Verkehrskonzept : Ausschreibungstext in Diskussion

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses stellte Christian Klafs vom Büro LOGOS, das die Verwaltung mit der Erarbeitung eines Ausschreibungstextes für ein Integriertes Verkehrskonzept beauftragt hatte, den Entwurf vor.

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erstellt am 16.Aug.2012 | 20:32 Uhr

„Ein Verkehrsentwicklungsplan ist kein Gutachten im klassischen Sinne“, machte Christian Klafs deutlich. Er verwies darauf, dass der Verkehrsentwicklungsplan als strategisches Planungsinstrument eine langfristige verkehrliche Entwicklung unter Berücksichtigung der kommunalen und regionalen Entwicklung aufzeige und als Bindeglied zwischen der fachlichen und verkehrspolitischen Ausrichtung der Stadt Tornesch dienen werde. „Ein Verkehrsentwicklungsplan soll eine Bestandsanalyse vornehmen, Szenarien und eine Verkehrsprognose aufzeigen und Maßnahmen entwickeln und bewerten“, so Klafs.

Als wesentliche Ziele, an denen sich die Erarbeitung eines Verkehrsentwicklungsplanes für Tornesch zu orientieren hat, sind in dem Entwurf des Ausschreibungstextes benannt: Reduzierung des Durchgangsverkehrs im Verbindungsstraßennetz, Optimierung von Knotenpunkten wie Ahrenloher Straße/Esinger Straße; Neuordnung des ruhenden Verkehrs im Bereich der Stadtmitte, des Bahnhofs, der Schulen und Sportstätten; Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Personennahverkehrs; Ausbau und Optimierung des Radwegenetzes; Verbesserung der Verkehrssicherheit für Fußgänger, Verbesserung der Schulwegsicherheit.

Der Bestandsanalyse sollten die Konkretisierung der Zielfindung, die Szenarienbildung und die Überführung der bewerteten Maßnahmen in ein integriertes Handlungskonzept bis hin zum Beschluss des Verkehrskonzeptes folgen, so der Experte. Und er machte deutlich, dass ein Verkehrskonzept als Ideenwerkstatt zu betrachten ist und damit die Öffentlichkeitsbeteiligung wichtig und unabdingbar sei.

Dass wohl nicht nur die Bürger, sondern auch die Politiker noch etliche Fragen und Anregungen zu dem Ausschreibungstext haben, machte die sich anschließende Diskussion deutlich. So fehlt Michael Krüger von der Interessengemeinschaft Südtangente die Untersuchung eines „Planes B“ zur K22, wollten die Grünen auch eine Untersuchung der Fahrradströme und die Machbarkeit von Shared Space (Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer) als Möglichkeit der Verkehrsberuhigung am Lindenweg in den Ausschreibungstext aufgenommen wissen.

Bauausschussvorsitzender Henry Stümer (CDU) gab zu bedenken, dass mit der Untersuchung von Shared Space für den Lindenweg dem Verkehrsentwicklungskonzept bereits ein Ergebnis vorgegeben werden könnte. Punkte wie Shared Space ließen sich durchaus in die Leistungsbeschreibung aufnehmen, es sollte aber nicht alles vorgegeben werden, um sich nicht der Kreativität zu berauben, mahnte Christian Klafs an. Veranstaltungstipp

Fragen / Anregungen der Bürger

Die Politiker hatten beschlossen, dass die Verwaltung den Tornescherinnen und Torneschern den Entwurf des Ausschreibungstextes für ein Integriertes Verkehrskonzept vorstellt. Dies soll am Dienstag, dem 28. August, um 19.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses geschehen. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anregungen zu geben. Anregungen können auch in schriftlicher Form bis zum 31. August im Rathaus abgegeben werden. Diese sollen den Mitgliedern des Bauausschusses in der Sitzung am Montag, dem 1. Oktober, in aufbereiteter Form vorgelegt werden, um zu entscheiden, ob und in welcher Form die Anregungen der Bürger im Ausschreibungstext berücksichtigt werden.

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