Johannes-Schwennesen : Ausgezeichnetes Ganztagsangebot

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Eine Auszeichnung von höchster Stelle hat die Johannes-Schwennesen-Schule (JSS) in Tornesch erhalten. Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Britta Ernst ernannte sie am Dienstag in Kiel zu einer von landesweit 24 Referenzschulen für den Ganztagsbetrieb. Ein großer Erfolg für die Esinger Grundschule: Sie betreibt ihre Offene Ganztagsschule erst seit zwei Jahren.

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16. Juni 2015, 18:44 Uhr

„Schulen lernen am besten von anderen Schulen“, sagte Britta Ernst. Die ausgezeichneten Einrichtungen sollen daher zwei Jahre lang ihre Konzepte für die Ganztagsschule gemeinsam weiterentwickeln. „Im Netzwerk tauschen sie Erfahrungen aus, geben einander Anregungen und unterstützen sich gegenseitig. Ein offener, kollegialer Austausch über die Schulgrenzen hinweg ist ein entscheidender Beitrag zur Qualitätsverbesserung“, sagte die 54-Jährige.

Die JSS wird in einer Projektgruppe mit der Regenbogenschule Satrup, der Gemeinschaftsschule am Hamberg in Burg (Kreis Dithmarschen), der Fehrs-Schule Itzehoe, dem Sophie-Scholl-Gymnasium Itzehoe und der Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental zusammenarbeiten. Es sind mehrere Treffen mit externen Moderatoren geplant. Die Schulen mussten sich für diese Auszeichnung bewerben. Die JSS überzeugte das Ministerium mit dem Plan, ein Raumangebot zu entwickeln und anzubieten, das zum Lernen und Erleben anregt. Es soll im Zuge geplanter Umbauten entstehen, bei denen der Mittagstisch in das Schulgebäude hereingenommen wird. Das teilte Ricardo Grams von der schleswig-holsteinischen Niederlassung der Serviceagentur „Ganztägig lernen“ gestern mit.

Die Agentur rief das Schulnetzwerk vor acht Jahren ins Leben. Sie wird von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie dem Bildungs- und Sozialministerium finanziert. 81 Schulen nahmen bisher teil.

Landesweit bieten derzeit 488 Schulen offene und weitere 31 Einrichtungen gebundene Ganztagsprogramme an. Britta Ernst zeigte sich über diese große Anzahl erfreut. Trotzdem wünsche sie sich, dass die Zahl weiter steigt.

„Ganztagsschulen machen unsere Bildungslandschaft reicher und gerechter“, betonte die Ministerin. Sie eröffneten Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Lern- und Freizeitangeboten, die zu Hause nicht jeder erhalte. Zudem trieben die Ganztagsangebote oft die Entwicklung der gesamten Schule voran. „Was diese Schulen auszeichnet und verbindet, ist die gute Praxis und die Innovationsbereitschaft, ihr Interesse an der Qualitätsentwicklung und ihr Wunsch nach Schulentwicklung in Partnerschaft“, sagte Ernst. Diese Anstrengungen sollen mit der Auszeichnung besonders gewürdigt werden.

Vier Schulen aus Kreis Pinneberg ausgezeichnet

Vier Schulen aus dem Kreis Pinneberg sind ausgezeichnet worden: abgesehen von der Johannes-Schwennesen-Schule auch die Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule Elmshorn, die Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental und die Schülerschule in Pinneberg-Waldenau.

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