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Uetersener Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:21 Uhr

Fußball : Ausbildungs- statt Aufstiegskader

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit Patrick Goldmann, der vom Nachbarn TSV Heist kam, konnten die 1. Herren des Moorreger SV in diesem Sommer nur einen einzigen externen Neuzugang holen.

shz.de von
erstellt am 23.Jul.2013 | 21:07 Uhr

Immerhin: Goldmann sowie Sebastian Strehl widerstanden Anfang Juli den Abwerbungsversuchen ihres Ex-Klubs Heist, der sie gerne an die Hamburger Straße zurückholen wollte, und blieben beim MSV. Ebenso fehl wie die Heistmer Bemühungen schlugen im Gegenzug aber auch die Versuche von MSV-Coach Arne Frank, seinen früheren „Lieblingsschüler“ Linus Klasen vom SC Cosmos Wedel (Kreisliga 8) an den Himmelsbarg zu lotsen. Zudem beklagte Frank nach dem Trainingsauftakt einige „Verschollene“, die ohne Abmeldung den Übungseinheiten fernblieben. Im daraus resultierenden Mini-Kader stehen aber noch immer hervorragende Einzelspieler: Allen voran Jan-Niklas Bohl, der das wohl größte Torwart-Talent zwischen Elmshorn und Wedel ist, und Offensivmann Marvin Hoffmann, der nach eigenem Bekunden bisher noch keine Angebote von klassenhöheren Klubs bekam. Schafft der MSV selbst im Sommer 2014 die Versetzung in eine höhere Klasse, sprich den Aufstieg in die Kreisliga? Im Umfeld ist dies natürlich das Ziel, auch um den eigenen Jugendlichen, die zukünftig in den Herren-Bereich kommen, einen höheren sportlichen Reiz zu bieten.

Frank trat allerdings auf die Euphoriebremse, warnte vor „einer überzogenen Erwartungshaltung an die junge Mannschaft“ und erklärte in der ihm eigenen Redegewandtheit: „Wir haben einen Ausbildungs-Kader, keinen Aufstiegs-Kader ...“ Langfristig, davon ist Frank überzeugt, haben die Moorreger eine gute Perspektive: „Der Weg mit jungen Talenten ist schwierig, aber nachhaltig!“ Ein erstes Problem in diesem Sommer war, dass die Gemeinde Moorrege die Plätze am Himmelsbarg vor dem Turnier um den Wanderpokal der Raiffeisenbank Elbmarsch sperrte. „Deshalb mussten wir einige Testspiele absagen, konnten nicht auf dem Platz trainieren – das tat der Saison-Vorbereitung natürlich nicht gut“, so Frank. Zum zweiten Problem wurde das Verletzungspech. Jonas Kaiser, der seine alte Blessur nicht richtig auskuriert hatte, knickte erneut um und fällt nun mit einem Kreuzbandriss lange aus. Pierre Schippmann brach sich beim Elbmarschpokal am ersten Spieltag die Hand, Björn Spriestersbach erlitt am zweiten Raiba-Cup-Spieltag einen Mittelhandbruch. „Für dieses Turnier, bei dem wir positive Ansätze gezeigt haben, haben wir mit den drei Langzeitverletzten einen hohen Preis bezahlt“, klagte Frank, der weiß: „Vor allem Spriestersbach fehlt uns als Abwehrchef und Kapitän – nun müssen wir versuchen, die Anfangsphase der Saison irgendwie zu überstehen! Die Favoriten-Rolle schiebt Frank anderen Teams zu: „Der Hetlinger MTV hat eine Hammer-Mannschaft“, so der Wedeler, der auch den TSV Sparrieshoop II und Voßlocher SV als „sehr stark“ einstuft.

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