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Uetersener Nachrichten

17. August 2017 | 21:56 Uhr

Jugendforum : Aus Sicht der Jugendlichen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Smartphones, Computer, Tablets, Facebook, „Whatsapp“ und andere Programme mit denen man Textnachrichten, Bilder, kleine Filmchen verschicken kann und mit denen man vor allem aber kommuizieren kann sowie natürlich die großen Weiten des Internets, sind für heutige Jugendliche Teil des Lebens. Und wie selbstverständlich wird täglich damit umgegangen. Meist, ohne sich große Gedanken über die eigene Kompetenz zu machen.

Auf einem Jugendforum im Pinneberger Geschwister-Scholl-Haus. 34 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 9 bis 12 aus verschiedenen Gemeinschaftsschulen und Gymnasien des Kreisgebietes haben sich mit den Themen Soziale Netzwerke, Datenschutz und Privatsphäre und Mediennutzung in der Schule intensiv auseinandergesetzt.

Entscheidend waren hier die Sichtweisen der Jugendlichen auf die digitale Medienwelt und nicht etwa die der Pädagogen und Eltern. Der Austausch zeigte, dass sich Schulen und Lehrkräfte sehr unterschiedlich mit dem Thema befassen. Teilweise stünden die Lehrkräfte der Nutzung digitaler Medien sehr skeptisch gegenüber und hätten viele Vorurteile. Der Wunsch vieler Jugendlicher lautete: Lehrer sollten sich den digitalen Medien und vor allem den sozialen Netzwerken nicht ohne weiteres verschließen oder diese einfach abwerten, ohne sich wenigstens oberflächlich damit befasst zu haben, sondern Verständnis für die Schülerinnen und Schüler entwickeln. Man könne, so der Tenor, auch voneinander lernen. Handys könnten zum Beispiel im Rahmen eines Pilotprojektes als Arbeitsgeräte akzep-tiert und Apps oder Videos für verschiedene Fächer unterstützend genutzt werden dür-fen. Einig war man sich aber auch, dass gerade jüngere Kinder auch Grenzen in ihrem Medienkonsum benötigen um noch Interessen entwickeln zu können, die diesseits der Bildschirme stattfinden.

Der Datenschutz und die Sicherung der eigenen Privatsphäre stellten ebenfalls wichtige Themen dar; hier sei von Seiten der Schule eine fachkundige und flächendeckende Aufklärung nötig, statt nur das Genörgel an der übermäßigen und leichtfertigen Nutzung jener Medien. „Wir wollen nicht nur wissen, was gefährlich ist, wir wollen auch Lösungen“, resümiert ein Schüler. Es scheint so, als verlören Schulen und Pädagogen den multimedialen Anschluss.

Organisiert wurde das Forum von dem Träger der schulischen Gewaltprävention (AWO, Verein für Jugendhilfe e.V., Wendepunkt e.V.), von der Aktion Kinder- und Jugendschutz aus Kiel und dem Kreis Pinneberg, Team Prävention und Jugendarbeit.

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erstellt am 25.Sep.2014 | 18:29 Uhr

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