Handball Viertelfinale : Aus nach Pokal-Drama

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„Dennis, abspielen“, rief Dennis Nickel seinem gleichnamigen Trainerpartner Dennis Lißner zu, als dessen erster Torwurf knapp am Ziel vorbeigegangen war. Die vier folgenden Versuche von Dennis Lißner zappelten allesamt im Netz ‒ trotzdem unterlagen die 2. Männer des TuS Esingen am Dienstagabend im HHV-Pokal-Viertelfinale ihrem Hamburg-Liga-Rivalen HSG Pinnau mit 25:26 und verpassten hauchdünn den Einzug ins Halbfinale.

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10. Februar 2016, 20:59 Uhr

In der mit Zuschauern gut besetzten Neuen KGST-Halle verlief die Partie bis zur 13. Minute (4:5) ausgeglichen. Danach setzten sich die Gäste, denen zahlreiche Stammkräfte fehlten, gleich viermal auf vier Tore ab. Beim 4:8 (15.), 5:9 (19.), 6:10 (20.) und 8:12 (25.) sah es schlecht aus für die Tornescher, die aber Kampfgeist zeigten. Kurz vor der Pause gelang Marc Hülsemann das 12:13. Den 14. Gäste-Treffer be- antwortete abermals Hülse- mann ‒ doch bevor sein Wurf die Torlinie überschritten hatte, ertönte die Pausensirene.

Der 12:14-Rückstand zur Halbzeit war aus Esinger Sicht auch deshalb, weil die Schiedsrichter Gerhardus Böss und Michael Weißler mit schlechter Vorteilsauslegung gleich zwei TuS-Tore (von Tobias Haan und Mike König) verfrüht abgepfiffen hatten, ärgerlich. Im zweiten Durchgang hatte die Heim-Sieben nicht nur Anwurf, sondern sie kehrte auch mit spürbar neuem Elan auf das Parkett zurück. Hendrik Willenbrock und Hülsemann glichen nicht nur zügig zum 14:14 aus, sondern Hannes Haas sorgte mit seinem 15:14 auch für die allererste TuS-Führung (32.).

Auch vom 17:20-Zwischenstand nach 40 Minuten ließen die Esinger sich nicht entmutigen. Dennis Lißner spielte fortan selbst mit und beim 22:22 fiel erstmals wieder der Ausgleich (52.). Danach legten die Gäste aber wieder zwei Tore vor (22:24/54.). In der Schlussphase gelang den Esingern zwar noch fünfmal der Anschlusstreffer, aber eben nicht mehr der Ausgleich.

In den letzten beiden Minuten erreichte der Handball-Krimi seinen dramaturgischen Höhepunkt: Yannick Hellmich scheiterte zunächst per Siebenmeter, aber sein Nachwurf saß zum 25:26. In der Schlussminute traf Hellmich von rechts aus die Latte. Als noch 20 Sekunden auf der Uhr waren, nahm HSG-Coach Hans Riedel seine Auszeit. Danach pfiffen die Schiedsrichter passives Spiel gegen Pinnau, so dass sich der TuS-Zweiten noch eine Chance zum Ausgleich und zum Erreichen der Verlängerung bot. Hannes Haas suchte auf der linken Seite Hülsemann ‒ doch der Pass geriet zu hoch, so dass der beste TuS-Schütze nicht mehr zum Torwurf kam.

Somit stand für die 2. Esinger Männer nach packenden 60 Minuten das Pokal-Aus. Wie schon am 10. Februar 2014, als es ebenfalls im Viertelfinale ein 24:30 gegen Pinnau gab.

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