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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 13:47 Uhr

Handball Viertelfinale : Aus nach Pokal-Drama

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Dennis, abspielen“, rief Dennis Nickel seinem gleichnamigen Trainerpartner Dennis Lißner zu, als dessen erster Torwurf knapp am Ziel vorbeigegangen war. Die vier folgenden Versuche von Dennis Lißner zappelten allesamt im Netz ‒ trotzdem unterlagen die 2. Männer des TuS Esingen am Dienstagabend im HHV-Pokal-Viertelfinale ihrem Hamburg-Liga-Rivalen HSG Pinnau mit 25:26 und verpassten hauchdünn den Einzug ins Halbfinale.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 20:59 Uhr

In der mit Zuschauern gut besetzten Neuen KGST-Halle verlief die Partie bis zur 13. Minute (4:5) ausgeglichen. Danach setzten sich die Gäste, denen zahlreiche Stammkräfte fehlten, gleich viermal auf vier Tore ab. Beim 4:8 (15.), 5:9 (19.), 6:10 (20.) und 8:12 (25.) sah es schlecht aus für die Tornescher, die aber Kampfgeist zeigten. Kurz vor der Pause gelang Marc Hülsemann das 12:13. Den 14. Gäste-Treffer be- antwortete abermals Hülse- mann ‒ doch bevor sein Wurf die Torlinie überschritten hatte, ertönte die Pausensirene.

Der 12:14-Rückstand zur Halbzeit war aus Esinger Sicht auch deshalb, weil die Schiedsrichter Gerhardus Böss und Michael Weißler mit schlechter Vorteilsauslegung gleich zwei TuS-Tore (von Tobias Haan und Mike König) verfrüht abgepfiffen hatten, ärgerlich. Im zweiten Durchgang hatte die Heim-Sieben nicht nur Anwurf, sondern sie kehrte auch mit spürbar neuem Elan auf das Parkett zurück. Hendrik Willenbrock und Hülsemann glichen nicht nur zügig zum 14:14 aus, sondern Hannes Haas sorgte mit seinem 15:14 auch für die allererste TuS-Führung (32.).

Auch vom 17:20-Zwischenstand nach 40 Minuten ließen die Esinger sich nicht entmutigen. Dennis Lißner spielte fortan selbst mit und beim 22:22 fiel erstmals wieder der Ausgleich (52.). Danach legten die Gäste aber wieder zwei Tore vor (22:24/54.). In der Schlussphase gelang den Esingern zwar noch fünfmal der Anschlusstreffer, aber eben nicht mehr der Ausgleich.

In den letzten beiden Minuten erreichte der Handball-Krimi seinen dramaturgischen Höhepunkt: Yannick Hellmich scheiterte zunächst per Siebenmeter, aber sein Nachwurf saß zum 25:26. In der Schlussminute traf Hellmich von rechts aus die Latte. Als noch 20 Sekunden auf der Uhr waren, nahm HSG-Coach Hans Riedel seine Auszeit. Danach pfiffen die Schiedsrichter passives Spiel gegen Pinnau, so dass sich der TuS-Zweiten noch eine Chance zum Ausgleich und zum Erreichen der Verlängerung bot. Hannes Haas suchte auf der linken Seite Hülsemann ‒ doch der Pass geriet zu hoch, so dass der beste TuS-Schütze nicht mehr zum Torwurf kam.

Somit stand für die 2. Esinger Männer nach packenden 60 Minuten das Pokal-Aus. Wie schon am 10. Februar 2014, als es ebenfalls im Viertelfinale ein 24:30 gegen Pinnau gab.

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