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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 22:51 Uhr

Kreistagssitzung : Aus für Pinneberg-Heim

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Gestern fand im Pinneberger Rathaus die 39. Sitzung des Kreistages Pinneberg statt. Bestimmendes Thema war das Pinneberg-Heim Hejsager in Dänemark.

shz.de von
erstellt am 07.Jun.2012 | 21:28 Uhr

Vor der Abstimmung, die mit einer Annahme des Antrages mit 26:27 Stimmen das Ende des Landschulheimes bedeutet, kam es zum Schlagabtausch zwischen den Befürwortern und Gegnern des FDP-Antrags. Wenn es nämlich nach dem Willen von SPD, FDP und Grünen geht, sollte der Pachtvertrag mit der Pinneberg-Heim-Stiftung sowie der Betreibervertrag mit dem Kreisjugendring nicht verlängert werden. Beide Verträge enden am 31.12.2013. CDU-Abgeordnete Kerstin Seyfert zeigte sich bestürzt über den Antrag, da die Zusammenarbeit mit der FDP gerade im Bereich der Jugendhilfe in der Vergangenheit sehr positiv gewesen wäre. Der SPD empfahl Seyfert, das „S“ aus ihrem Namen zu tilgen und bezog sich damit auf Aussagen des vor wenigen Tagen vom Vorstandsamt des Juso-Kreisverbandes zurückgetretenen Mats Hansen: Hansen bezeichnete die Haltung seines Verbandes zu jenem Thema als „nicht sozialkonform“.

Der Behauptung, das Heim werde hauptsächlich für Klassenfahrten beansprucht, widersprach Seyfert: „Bei der Großgruppenbelegung machen die Schulgruppen nur 31Prozent aus. Und dabei wurden 80Prozent der Verträge mit Gruppen und Personen aus dem Kreis Pinneberg geschlossen“. Seyfert wies weiter darauf hin, dass Jugendarbeit immer positiv zu bewerten sei. Und zwar in jeglicher Form.

Das sehen SPD, Grüne und FDP zwar genauso, finden es aber besser, wenn das Geld in die Jugendarbeit vor Ort im Kreis fließt. Burkhard Stratmann von den Grünen wies darauf hin, dass es vor allem um die Art der Finanzierung gehe. Der Kreisjugendring agiere völlig ohne wirtschaftliches Risiko. Außerdem müsse genauer der Frage nachgegangen werden, wer dort hinfährt und welchen pädagogischen Nutzen das Ganze hat, so Stratmann. Gunnar Werner (FDP) erinnerte daran, dass dem Kreisjugendring im Jahre 2008 noch eine Chance gegeben wurde, den jährlichen Zuschuss in Höhe von 35000 Euro wenigstens zu senken. Außerdem sei der Erhaltungszustand des Hauses so schlecht, dass größere Investitionen in der Zukunft wohl kaum zu vermeiden sein dürften.

Hans-Helmut Birke, Fraktionsvorsitzender der SPD, gab auf den Hinweis Kerstin Seyferts, die Einfachheit und minimalistische Ausstattung des Landschulheimes wirke sich positiv auf die teilnehmenden Kinder aus, einen einfachen Rat: Für das Erleben von Einfachheit bedürfe es keiner Freizeitstätte im Ausland. Dies könne man viel ursprünglicher und intensiver beim Umgang mit Gaskocher, Lagerfeuer und Luftmatratze erleben. Beim Zelten.

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