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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 10:46 Uhr

Fernsehtipp : Auferstanden aus Ruinen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Die Nordstory“, so nennt das NDR-Fernsehen sein Sendeformat, das regelmäßig Geschichten aus dem Norden erzählt. Heute Abend kommt die Sendung aus Mecklenburg-Vorpommern. Berichtet wird von der Geschichte dreier Jung-Gutsbesitzer, die sich aufgemacht haben, verfallene Herrenhäuser zu retten. Unter dem Motto: „Mit Mörtel, Mut und ohne Millionen“ werden die Storys von Knut-Splett-Henning (ehemals Klostermühle) und Sönke Johannsen aus Tornesch (Bruder von Inken Gräfin von Platen-Hallermund, geborene Johannsen, ehemalige Vizeeuropameisterin der Vielseitgkeitsreiter) erläutert. Die Sendung auf N3, deren Dreharbeiten ein Jahr in Anspruch genommen haben, beginnt um 20.15 Uhr.

shz.de von
erstellt am 04.Jul.2013 | 20:14 Uhr

Mecklenburg-Vorpommern ist reich an adligem Erbe. Gutshäuser gibt es in Hülle und Fülle. Viele dieser einstigen Sitze der Herrschaften sind heute verfallen, der Abriss droht – oder ganz einfach der Einsturz. Mehr als 2000 Objekte können aufgezählt werden, alleine zehn Prozent dieser stattlichen Häuser werden noch heute bewohnt. Gesucht werden mutige Menschen mit Ideen, die sich dieser Gebäude annehmen. Schon für kleines Geld sind sie zu erwerben, ihre Restaurierung erfordern dann aber weit mehr als nur einen Euro. Was tun, wenn man sich berufen fühlt, Gutsbesitzer zu werden, eine Perspektive erkennt, aber die Millionen auf dem Konto fehlen? „Die Nordstory“ geht dieser Frage nach.

Er habe das Haus aus einer Laune heraus gekauft, erzählt Sönke Johansen in dem Beitrag. Es habe zwar nur einen Euro kosten sollen, so habe es im Auktionskatalog gestanden, aber am Ende der Versteigerung kostete das Haus viel mehr.

Das Gutshaus von Dersentin (liegt bei Teterow), erbaut im klassizistischem Stil, war total verfallen. Eingerahmt von einer alten Landwirtschaftlichen Produktions-Genossenschaft (LPG) und heruntergekommenen Stallungen bröckelte nicht nur der Putz. Es gab keine Fenster, keine Farbe aber sehr viel zu tun. Sönke Johannsen, von Beruf Pharma-Manager, schreckte das alles nicht ab. Ganz im Gegenteil: Das Dach wurde repariert, das gesamte Gebäude langsam entfeuchtet, Fenster wurden wieder eingebaut. Ein Problem nach dem anderen wurde und wird noch heute beseitigt.

Ziel von Sönke Johannsen und seiner Unterstützer ist es, aus dem denkmalgeschützten Haus und dem Park „eine gastfreundliche Stätte zur Erholung vom Alltagsstress“ zu machen, wie es auf der Homepage heißt. Und weiter: „Die Besucher erwartet nicht nur eine Reise in die Zeit der mecklenburgischen Klassizistik, sondern auch ein Stück alte Tradition der argentinischen Estancia-Kultur.“

Seit 2008 gibt es einen eingetragenen Förderverein zur Erhaltung des Gutshauses und des herrschaftlichen Parks.

Auf Gut Rensow wird nicht mehr gebaut. Knut Splett-Henning und Lebensgefährtin Christina Ahlefeld haben sich in dem 1690 erbauten Herrenhaus eingerichtet, sind landwirtschaftlich aktiv und beherbergen inzwischen auch Gäste. Das barocke Herrenhaus wurde liebevoll und detailgetreu renoviert und restauriert. Die vier Ferienappartements sind stilgetreu mit ausgewählten antiken Möbel und Gegenständen eingerichtet.

Knut Splett-Henning und Christina von Ahlefeld, die aus Dänemark stammt, wollen ihrem Haus das zukommen lassen, was es in den vergangenen Jahrhunderten immer gewesen ist: Es soll wieder Zentrum des dörflichen Lebens sein.

Ferner ist in dem 60-minütigen Beitrag ein Bericht über das Anwesen von Phillip Kaszay (Kobrow) sehen. Auch der 36-Jährige arbeitet an seinem Herrenhaus – Tag für Tag. Die Sendung wird am 9. Juli um 0.30 Uhr wiederholt. Am 12. Juli geht es um schleswig-holsteinische Gutshöfe.

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