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Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 15:30 Uhr

Einblicke : Aufbau mit Idealismus und Augenmaß

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Der Wiederaufbau Helgolands hätte zum Präzedenzfall für den Wiederaufbau Deutschlands werden können“, sagt Ulrich Höhns vom Schleswig-Holsteinischen Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst. Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Das neue Helgoland – Wiederaufbau einer zerstörten Insel“ im Museum Langes Tannen hat der Wissenschaftliche Leiter die Zuhörer mit auf eine architektonische und städtebauliche Zeitreise auf Deutschlands einzige Hochseeinsel genommen.

shz.de von
erstellt am 12.Jun.2012 | 21:21 Uhr

„Dichte und Maßstab der Insel waren einzigartig. Viele Architekten haben hier gemeinschaftlich mit Idealismus und Augenmaß gearbeitet“, so der Fachmann, der Museumsleiterin Dr. Ute Harms bei der Planung der Ausstellung beratend zur Seite stand. Bei den ersten Besuchern, unter ihnen Bürgermeisterin Andrea Hansen, kam die Ausstellung an. „Ich beglückwünsche Sie zu der gelungenen Gestaltung“, lobte auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann. Bis zum 15. August ist die Ausstellung zu sehen. Museumsleiterin Dr. Ute Harms hat sie zum 60. Jahrestages der Freigabe Helgolands aus Fotografien, Zeichnungen und Plänen zusammengestellt. Lokaler Hintergrund war für sie die lebenslange Helgoland-Verbundenheit von Museumsstifter Werner Lange. Durch einen Bombenangriff am 18. April 1945 war die Wohnbebauung Helgolands fast vollkommen zerstört worden. Nach Ende des Krieges blieb die Insel Übungsziel für Bombenabwürfe der Royal Air Force. Eine gewaltige Sprengung, die von den Engländern vorgenommen wurde, führte schließlich zu massiven Veränderungen der Topographie des Felsens. Nach Jahren des Protestes gegen die englische Helgoland-Politik wurde die Freigabe der Insel zum 1. März 1952 beschlossen. Bereits 1951 schrieb der Kreis Pinneberg einen Ideenwettbewerb für den Wiederaufbau aus, an dem sich über 100 deutsche Architekten beteiligten.

Die Ausstellung dokumentiert die Entwicklung von der Trümmerräumung über Wettbewerbsentwürfe und –konzeptionen sowie Baupläne einzelner Gebäude bis zum Bild der neuen einheitlichen Gesamtgestalt der Insel.

Hingucker der Ausstellung sind Exponate, die die Kreisverwaltung zur Verfügung stellte – ein eindrucksvolles Modell der unbebauten Insel und großformatige Farbenpläne.

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