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Uetersener Nachrichten

14. Dezember 2017 | 05:17 Uhr

Kommunalwahl : Aufatmen in Uetersen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn die „Nichtwähler“ eine Partei wären, dann hätten sie bei der Kommunalwahl die absolute Mehrheit in Uetersen errungen. Denn 57,03 Prozent blieben gestern zu Hause. Ihr Motto: Kommunalwahl? Ohne mich! So gab es mit 42,97 Prozent eine Wahlbeteiligung, die nach unten nur noch von der Europawahl zu toppen ist. Aber weil es die Partei der Nichtwähler nun einmal nicht gibt, handelt es sich bei den 57,03 Prozent um verlorene Stimmen für die Demokratie oder, für Politiker, um potenzielle Wähler, die nicht erreicht werden konnten.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2013 | 21:40 Uhr

In der Rosenstadt kreiste gestern aber alles Interesse nur um ein Thema: Wird es die NPD in den Rat schaffen? Die Rechtsextremisten witterten ihre Chance und traten an. Doch mehr als 110 Stimmen (1,79 Prozent) gab es nicht für sie. Das war für SPD, CDU, BfB, Grüne und FDP ein Grund mehr zum Jubeln. Doch eigentlich gab es nur einen Gewinner: Die Grünen. Sie holten aus dem Stand 13,91 Prozent der Stimmen, sind nun gleichauf mit der BfB, die wie die Newcomer ebenfalls vier Ratsmandate eroberten. Und damit zwei weniger als noch vor fünf Jahren.

Auch die beiden Volksparteien mussten Federn lassen. SPD-Fraktionschef Ingo Struve wollte sich nicht darauf festnageln lassen, das Wahlziel eindeutig erreicht zu haben. Wollte man doch stärkste Fraktion werden. Mit neun Mandaten haben die Sozialdemokraten jetzt genau so viele Sitze wie die CDU (allerdings ist man mit 31 Stimmen vorne). Ist man sich im bürgerlichen und rot/grünen Lager nicht einig, könnte die FDP zum Zuge kommen, die ein Ratsmandat gewonnen hat. Weil die Fünf-Prozent-Hürde abgeschafft ist, reichten ihr schlappe 4,14 Prozent für dieses Mandat.

Die Frage, die sich im politischen Alltag jetzt zunächst stellt ist: Wer stellt den nächsten Bürgervorsteher? Wer den Ersten Stadtrat und wer den Vorsitzenden des Hauptausschusses? SPD und CDU haben gemeinsam das Vorschlagsrecht. Mehr zur Kommunalwahl 2013 lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.

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