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Uetersener Nachrichten

11. Dezember 2017 | 02:09 Uhr

Vizeweltmeisterin : Auf zur Eiswasser-WM

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Das Wettkampfbecken ist ein großes Loch in einem zugefrorenen Fluss, dem Kemijoki in der finnischen Stadt Rovaniemi. Gestern Nachmittag betrug die Lufttemperatur dort

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2014 | 20:01 Uhr

minus 1 Grad. In drei Wochen will Petra Schankin aus Tornesch in den kalten Fluten ihren Vizeweltmeistertitel verteidigen. Ungefähr 1200 Teilnehmer aus 33 Ländern werden zur Weltmeisterschaft im Eisschwimmen, der Winter Swimming World Championship von Donnerstag, 20., bis Sonntag, 23. März, erwartet.

„Es ist am Ende, als wenn man in Pudding schwimmt, weil die Muskeln so schwer werden“, sagte Timm Mehrens (53) von den Glinder Eis-Enten. Das fünfköpfige Team – Petra und Uwe Schankin, Sabine und Holger Kriech sowie Timm Mehrens – will bei drei von fünf Disziplinen antreten: 25 Meter Brust, 25 Meter Kraulen und viermal 25 Meter Staffel. Die Teilnahme am 450-Meter-Schwimmen trauen sie sich nicht zu. „Dafür braucht man ein ärztliches Attest“, berichtete Petra Schankin. Auch das 50-Meter-Kraulen und die Kür, ein Eiswasserballett im Kostüm, ersparen sie sich. „Da friere ich schon vom Zugucken“, sagte Sabine Kriech.

Eine beachtliche Leistung erbrachte Petra Schankin vor zwei Jahren aber beim 25-Meter-Kraulen. Bei der Weltmeisterschaft in Jurmala (Lettland) legte sie die Distanz in 21:35 Sekunden zurück und wurde damit in der Altersklasse der 50- bis 54-Jährigen Vizeweltmeisterin. Nur eine Finnin war schneller als die 52-Jährige. Sie will den Titel verteidigen.

Ein Startsprung in das kalte Wasser wäre gefährlich und ist daher verboten. Auch Neopren-Anzüge oder das Einfetten der Haut sind tabu. Gestartet wird im Badeanzug mit Kappe. Franziska Schankin häkelte für ihre Eltern und deren Freunde Mützen in den deutschen Nationalfarben.

Die Schwimmer steigen seit Jahren auch im Winter in die Oberglinder Tonkuhle. Sie schwärmen von der Atmosphäre der jüngsten Meisterschaft. „Alle Nationen hatten Spaß miteinander“, erzählte Sabine Kriech. Den wollen sie auch abseits des Sports haben. Sie verbinden den Flug in die Stadt, die sich Sitz des Weihnachtsmannes nennt, mit einem Urlaub.

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