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Uetersener Nachrichten

20. August 2017 | 19:29 Uhr

Schwarzbuch 2013 : Auf richtigem Weg

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die finanzielle Situation der Stadt Pinneberg bleibt schwierig. Trotzdem wertet der Bund der Steuerzahler die jüngsten Maßnahmen zur Neuordnung der Finanzen als Erfolg. Im jetzt veröffentlichten Schwarzbuch 2013 begrüßten die Experten vor allem die Verpflichtung externer Fachleute. Sie wurden mit der Aufgabe betraut, die Unterlagen der Stadt neu zu ordnen, um die Erstellung einer längst überfälligen Eröffnungsbilanz vorzubereiten.

Bereits 2011 widmeten die Steuerexperten der Stadt ein Kapitel im Schwarzbuch, in dem Fälle von kommunaler Steuerverschwendung aufgelistet werden. Gegenstand der Kritik war das mangelhafte Mahnwesen der Stadt. Durch mehr als 16000 offene, weil nicht zeitgerecht bearbeitete Forderungen hatte die Stadt Außenstände von mehr als sechs Millionen Euro. Untragbar für die Autoren der Liste, vor allem vor dem Hintergrund eines gravierenden Haushaltsdefizits von damals 100 Millionen Euro. Aktuell klafft im Etat eine Lücke von 4,5 Millionen Euro. Immerhin: Seit Juli liegt die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2009 vor, in der das Vermögen der Stadt aufgelistet und im Hinblick auf eine veränderte Buchführung neu bewertet wird. Fehlen noch die Jahresabschlüsse von 2009 bis 2011!

Im aktuellen Schwarzbuch heißt es dazu: „Bleibt zu hoffen, dass Verwaltung und Stadtvertretung jetzt endlich wieder die notwendige Übersicht bekommen.“ Mit der Eröffnungsbilanz hat die Stadt Pinneberg einen erheblichen Rückstand zu den anderen Kommunen in Schleswig-Holstein aufgearbeitet.

Für die Eröffnungsbilanz waren 1000 Akten ausgewertet worden. Erst danach entdeckten die Mitarbeiter der Finanzverwaltung weitere 500 Aktenordner, deren Existenz offenbar einfach übersehen worden war.

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erstellt am 17.Okt.2013 | 18:39 Uhr

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