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Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 09:58 Uhr

Metropolregion : Auf gute Nachbarschaft

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Einigkeit der Metropolregion Hamburg in Sachen Wirtschaft und Verkehr beschworen in einer anspruchsvollen Diskussionsrunde in der Elmshorner EMTV-Halle der sozialdemokratische Landtagsspitzen- und Ministerpräsidenten Kandidat Torsten Albig, zur Zeit Kieler Oberbürgermeister, die neue SPD-Landtagskandidatin des Wahlkreises Elmshorn, Beate Raudies und der parteilose Hamburger Senator für Wirtschaft und Verkehr, Frank Horch.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2012 | 20:52 Uhr

Die Moderation hatte ebenfalls kein Unbekannter übernommen: Jörn Thießen, Pastor und Direktor der Führungsakademie der Bundeswehr, Ex-Bundestagsabgeordneter der SPD aus dem Kreis Steinburg, der mehrere Male mit heiß diskutierten Thesen Furore gemacht hatte. Albig, Raudies und der Hamburger waren sich einig, dass die großen Aufgaben der Region nur noch gemeinsam zu stemmen seien. „Wir müssen uns unterhaken“ war unisono der Tenor. Zwischen Skandinavien und dem restlichen Europa sei die Metropolregion ein wichtiges Bindeglied, dass nur eine Chance habe, wenn die wichtigsten Ziele in Wirtschaft, Bildung und Kultur zusammen angegangen werden. Das werde niemandem etwas wegnehmen, sondern alle bereichern, so Senator Horch, und die Zeit des Kirchturmdenkens beenden. Dabei gelte es auch unbürokratische Schritte zu gehen, so zum Beispiel eine gemeinsame Windmesse zu gestalten, die Fahrrinnenanpassung der Elbe, die Probleme des Nordostseekanals mit der Erneuerung der Schleusen und die Riesen-Aufgabe der Regelung des Verkehrs auf der A 7 bis zum Autobahndreieck Bordesholm bis zur Fertigung des Fahrbahndeckels vor dem Hamburger Elbtunnel in den Griff zu bekommen. Albig forderte eine Einbeziehung der Bevölkerung in solch wichtigen Entscheidungen. „Wir müssen allerdings begründen, dass diese Entscheidungen uns auch wirklich einen Vorteil bringen, nur dann können wir uns der Diskussion stellen.“ Auch aus dem Vollen schöpfen können Politiker nicht mehr, Geiz ist geil sei allerdings kein Motto gesellschaftlichen Handelns.

Bei einem Sieg der SPD prophezeite Albig aber auch Niederlagen und Fehler, denn es müssten Prioritäten gesetzt werden. Die Politik könne immer noch etwas versprechen. „Es geht alles, was wir verändern wollen – nur nicht mehr so schnell“, sagte der Kieler Oberbürgermeister. „Ein beitragsfreies Kita-Jahr muss erst einmal warten, bis wir für alle einen Kindergarten- und Krippenplatz haben“.

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