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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 12:57 Uhr

Silvester : Auf geht’s - das Jahr 2013 wartet!

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wieder ist ein Jahr vorbei. 2012 - das war (schon in wenigen Stunden) einmal. Viel ist geschehen. Auch in der Rosen- und Hochzeitsstadt. Und manches wird die Bürger über das Jahr hinaus begleiten.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2012 | 20:20 Uhr

Bestimmendes Thema war, wie sollte es anders sein, das liebe Geld. Es beschäftigte die Politiker vor Ort während des gesamten Jahres. Konsolidierungshilfe lautet die Vokabel, die der Stadt voraussichtlich mehrere Millionen Euro bescheren kann, sie aber zugleich zwingt, sich über Jahre hinweg zu binden. Denn der öffentlich-rechtliche Vertrag, der voraussichtlich im Januar zwischen der Stadt und dem Land geschlossen wird, endet erst 2015. Er belastet damit die nächste Ratsversammlung erheblich (Kommunalwahlen sind am 26. Mai). Die Sparbeschlüsse der Ratsversammlung vom 14. Dezember dürfen, so sie in die Vertragsform überführt werden, nicht verändert werden.

Betroffen sind Vereine und Verbände, die weniger Zuschüsse erhalten, die Verwaltung, die weniger ausgeben darf (auch beim Personal) und natürlich die Bürger. Die bezahlen erheblich mehr Steuern. Um 30 Prozentpunkte steigen in den kommenden drei Jahren zum Beispiel die Grundsteuern. Alles ist ärgerlich aber zugleich notwendig, um die Entschuldung der Stadt voranzubringen. Ob das Vorhaben tatsächlich gelingt, bleibt abzuwarten.

Haushaltsdisziplin nämlich bedarf der Nachhaltigkeit – über den Vertragszeitraum hinweg. Ein weiteres großes Thema in Uetersen betraf den Windpark. Die Ratsversammlung (und nicht mehr, wie bislang, ausschließlich die SPD-Fraktion) hat erkannt, dass die sechs in der Uetersener Marsch drehenden Windräder beim Thema Energiewende eine wichtige Rolle spielen können. Sie stehen dort, wo der Strom benötigt wird. Stromtrassen, um die in Uetersen erzeugte Energie zu den Haushalten zu bringen, müssen nicht gebaut werden. Kurze Wege zum Erfolg? Dachte man und stellte den Antrag auf Erweiterung der Eignungsfläche. Dumm gelaufen! Denn Uetersen vergaß, die Nachbarn einzubeziehen. In der Rosenstadt schaltete man auf stur, prompt kam die Ablehnung aus Kiel. Groß Nordende und Neuendeich hatten aus der Zeitung erfahren, was in Uetersen geplant wird. Die Einsprüche und die ablehnende Haltung des Kreises (Naturschutz ./. Industriepark) führten schließlich dazu, dass das Land erst einmal Nein sagte. Jedoch steht es Uetersen frei, den Antrag erneut zu stellen.

Hinsichtlich der Bedeutung des Uetersener Windparks irrten die Lokalpolitiker offensichtlich nicht. Mit Planet Energy (Greenpeace-Tochter) und Hamburg Energie artikulierten zwei Unternehmen, den Windpark kaufen zu wollen, um ihn anschließend zu modernisieren, also zu „repowern“. Kommt es 2013 zu einem Antrag des einen oder anderen Kaufinteressenten? Wie entscheidet dann die Ratsversammlung? Dem Vernehmen nach ist es Planet Energy bereits gelungen, rund 60 Prozent der Windparkanteile zu erwerben. Ein weiteres, spannendes Thema betrifft die Niederschlagswassergebühr und die Satzung, nach der sie erhoben wird. Ist die Satzung tatsächlich rechtsfehlerhaft, wie die FDP-Fraktion und ein Uetersener Rechtsanwalt behaupten. Oder ist alles nur ein Sturm im Wasserglas, wie die Stadtverwaltung argumentiert und mit ihr SPD, CDU und BfB? Schlamassel, strafbares Handeln im Amt oder einfach viel zu hoch gehängt? Der letzte Vorhang in dieser Angelegenheit wird wohl vor Gericht fallen. Etliche Gebührenzahler, die der Ansicht der Liberalen in Uetersen folgen, haben bereits angekündigt, diesen Weg gehen zu wollen.

Was gab es noch? Natürlich der Streit mit dem Kreis zum Thema Eigentumsübertragung LMG. Da ist man keinen Millimeter weiter gekommen in diesem Jahr. Vielleicht wird der Knoten 2013 platzen? Zu wünschen ist das insbesondere den Betroffenen: den Schülern, dem Lehrerkollegium und den Eltern.

Viele großartige Feste hat es gegeben in Uetersen, der Stadt, in der es sich so wunderbar feiern lässt. Und auch 2013 wird es etliches zu feiern geben. Zum Beispiel, dass man offizieller Partner der „igs’13“ geworden ist und seine Kompetenz in Sachen Rosenpflege unter Beweis stellen kann. Tausende Besucher, Gartenfreunde aus aller Welt, werden erwartet, die sich das Partnerprojekt der Internationalen Gartenschau in Hamburg-Wilhelmsburg nicht entgehen lassen wollen.

Heute ist Silvester. Der letzte Tag des Jahres. Nach dem obligatorischen Punschbuden-Treff gegen Mittag und den letzten Einkäufen geht’s nach Hause. Die Silvesterparty wird vorbereitet. Übrigens: Auch diesmal werden alleine in Uetersen Böller und Raketen im Wert von mehr als 22000 Euro gezündet (statistischer Wert). Bleibt noch, allen UeNa-Lesern einen guten Rutsch, viel Erfolg und Gesundheit zu wünschen. Diesen Wünschen der Redaktion schließen sich die Schornsteinfeger der Region gerne an.

Wer heute einen Vertreter dieser Zunft trifft, sollte sich von diesem unbedingt berühren lassen. Bekanntlich soll das ja Glück bringen.

Wissenswertes zum Thema Glück ist im Internet zu finden, zum Beispiel auf der Seite: „http://www.psychotipps.com/Glueck.html“. Viel Spaß dabei!

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