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Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 06:57 Uhr

Ferienjobs : Auf der sicheren Seite

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Tausende Schüler machen sich landesweit kurz vor den Ferien wieder auf die Suche nach einer Möglichkeit, das Taschengeld im Sommer aufzubessern. Die sogenannten „Ferienjobs“ werden in allen Branchen und Arbeitsbereichen vergeben. Doch nicht überall dürfen Jugendliche und Kinder dem Gesetz nach ihr Feriengeld verdienen. Welche Arbeit unter welchen Umständen ab dem schleswig-holsteinischen Ferienbeginn am 25. Juni verrichtet werden darf, weiß Andrea Pinzek vom Fachdienst Jugend und Bildung des Kreises Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 12.Jun.2012 | 21:22 Uhr

„Ich finde es grundsätzlich gut, wenn Schüler durch Arbeit lernen, mit Geld umzugehen und was dahintersteckt“, meint Pinzek zum Konzept Ferienjob. Doch natürlich gäbe es immer wieder schwarze Schafe, die die Arbeitskraft von Kindern und Jugendlichen ausnutzen - aus diesem Grunde wurde das Jugendarbeitsschutzgesetz geschaffen. Bei der Vergabe von Ferienjobs gibt es einige Regeln zu beachten. Generell dürfen Jugendliche erst ab einem Alter von 13 Jahren einen Job annehmen und diesem nicht länger als vier Kalenderwochen im Jahr nachgehen. Pausen müssen außerdem strikt eingehalten werden, nach einer Arbeitszeit von 4,5 Stunden muss der Jugendliche eine Erholungsphase von 30 Minuten einlegen. Mit Ausnahmen, wie sie das Gaststättengewerbe betreffen, darf nicht nach 18 Uhr gearbeitet werden. Und weiter muss zwischen den Arbeitseinsätzen zwölf Stunden Freizeit liegen. Oftmals würden Jugendliche bei Supermärkten in der Spätschicht eingesetzt, berichtet Andrea Pinzek. Dies sei nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz allerdings nicht in Ordnung. Weiter ruft Andrea Pinzek auch die Erziehungsberechtigten auf, die Augen offen zu halten: „Eltern sollten darauf achten, dass es sich um eine geeignete Tätigkeit für ihr Kind handelt“.

Auch die Jobsuchenden sollten sich bei den Unternehmen konkret informieren, was in der Zeit auf sie zukommen wird. So könnten im Vorwege falsche Vorstellungen ausgeräumt werden. „Die Betriebe begrüßen Nachfragen zur Tätigkeit“, weiß Pinzek aus der Praxis. Kontakte für einen Ferienjob könnten auch auf der „Nordjob“ der IHK Kiel geknüpft werden, die am 23. Juni in Horst stattfindet. Broschüren zu den Regularien für Ferienjobs hält der Kreis Pinneberg zum Download oder zur Abholung bereit. www.kreis-pinneberg..de

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