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Grundschule Heidgraben : Auf dem Weg zum offenen Ganztag

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Bereits im Frühjahr hatte Schulleiterin Ingeborg Liebich den Politikern des Ausschusses für Kultur und Bildung von Überlegungen, wie eine offene Ganztagsschule an der Grundschule umgesetzt werden könnte, berichtet. Nun informierte sie über den aktuellen Planungsstand und legte den Politikern einen Entwurf für eine Ganztagswochenplanung und zu einem Finanz- und Haushaltsplan vor.

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erstellt am 30.Aug.2012 | 20:33 Uhr

Die offene Ganztagsschule beinhaltet von Montag bis Freitag eine Frühbetreuung ab 7 Uhr bis zum Unterrichtsbeginn, die Ausgabe von Mittagessen im Zeitfenster von 12.30 bis 14 Uhr, eine Mittagsbetreuung von 12.30 bis 14.30 Uhr, eine Nachmittagsbetreuung von 14 bis 16 Uhr sowie von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 12.30 bis 14.30 Uhr eine intensive Hausaufgabenbetreuung. Diese Art Hausaufgabenbetreuung gibt es bereits an der Grundschule und zwar für 15 Kinder. Das Angebot soll weiter vorgehalten werden, aber auch Kindern, die keine intensive Hausaufgabenbetreuung benötigen, sollen im Rahmen der offenen Ganztagsschule die Möglichkeit erhalten, in der Mittagsbetreuung oder der professionellen Nachmittagsbetreuung ihre Hausaufgaben anzufertigen. Neben der professionellen Betreuung wird es an den Nachmittagen AG-Angebote geben. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Heidgrabener Sportverein und mit Eltern oder anderen AG-Anbietern ist vorgesehen.

Offene Ganztagsschule bedeutet, dass für die Kinder verlässliche Angebote und Betreuungen vorgehalten werden, die Entscheidung, welche Angebote genutzt werden, jedoch frei ist. Die Entscheidung ist allerdings jeweils für ein Schulhalbjahr vorher zu treffen und anzumelden. „Wir müssen als offene Ganztagsschule mindestens an drei Tagen Arbeitsgemeinschaften anbieten. Wir wollen sie aber, wie die professionelle Betreuung, an fünf Tagen vorhalten“, erläuterte Ingeborg Liebich den Politikern. Auch in den Schulferien soll eine Betreuung, so wie sie aktuell über den Verein Betreute Grundschule realisiert wird, erfolgen.

Der vor zehn Jahren ins Leben gerufene Verein, der aktuell 45 Grundschülern Betreuung vor und nach dem Unterricht mit Mittagessen anbietet, würde mit dem Startschuss der offenen Ganztagsschule seine Arbeit beenden. Auf die Betreuerinnen würde die Schule gerne für die Angebote der professionellen Betreuung zurückgreifen. Auch der bislang genutzte Betreuungsraum im Obergeschoss des alten Schulgebäudes soll für die offene Ganztagsschule genutzt werden.

Schulleiterin Ingeborg Liebich würde mit der offenen Ganztagsschule im Schuljahr 2013/14 starten wollen, auch wenn es bis dahin noch keine Mensa gibt und die Essenausgabe im Betreuungsraum erfolgen müsste.

Überlegungen / Fördermttel / Kosten

Die Politiker wollen sich nach den Herbstferien erneut dem Thema offene Ganztagsschule widmen und einen Grundsatzbeschluss zur Trägerschaft fassen. Vorgesehen ist, dass die Gemeinde die Trägerschaft übernimmt. Auch für eventuelle Bezuschussungen müssen die Planungen abgerundet und politisch abgesegnet werden, um die Anträge für Fördermaßnahmen stellen zu können. Bürgermeister Udo Tesch hofft sogar auf Fördermittel für eine Mensa.

Die offene Ganztagsschule wird es nicht kostenfrei geben, denn es fallen Personal- und Sachkosten an. In einem ersten Entwurf wurde mit einem Elternbeitrag je nach Betreuungsnutzung von 30 bis 50 Euro im Monat gerechnet. Hinzu kämen das Essengeld und eine Gebühr für die Ferienbetreuung. „Die Eltern wissen, dass Kosten auf sie zukommen“, so Schulleiterin Ingeborg Liebich. Bürgermeister Udo Tesch merkte an, dass die Betreuung im Kindergarten oder in einer Hortgruppe teurer ist. Die Schulleitung geht davon aus, dass 30 bis 50 Kinder an fünf Tagen die professionelle Betreuung und so wie bisher fast alle 130 Kinder der Schule die Arbeitsgemeinschaften nutzen werden.

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