zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

19. September 2017 | 17:21 Uhr

Arbeitskreis Fusion : Auf dem Weg zu Erkenntnissen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Nach einstimmiger Beschlussfassung der Uetersener und Tornescher Mitglieder des Arbeitskreises Fusion (Mitglieder des Tornescher Hauptausschusses und Mitglieder des Uetersener Sonderausschusses Fusion Uetersen/Tornesch) wurde den zur Sitzung ins Tornescher Rathaus eingeladenen Fusions-Experten dann doch in öffentlicher Sitzung (siehe auch Änderung der Tagesordnung) die Gelegenheit geboten, sich und ihre Überlegungen für Erstellung eines Fusions-Gutachtens beziehungsweise für die Begleitung des Entscheidungs-Prozesses vorzustellen.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2011 | 21:03 Uhr

In jeweils etwa halbstündigen Vorträgen gaben Angela Koellner vom Unternehmen Ramboll Management Consulting aus Hamburg, die Psychologin, Beraterin für Organisation und Trainerin Moderation Professor Ingelore Welpe sowie der ehemalige Flensburger Oberbürgermeister, Verwaltungsexperte und Kommunalberater Klaus Tscheuschner Einblick in ihren beruflichen Werdegang, die aktuelle Tätigkeit und ihre Vorgehensweise bei einer möglichen Begleitung auf dem Weg zur Fusion Tornesch-Uetersen.

Das Unternehmen Ramboll Management Consulting und Klaus Tscheuschner verfügen über praktische Erfahrungen bei der Begleitung und Realsierung kommunaler Fusionsprozesse. So hat Klaus Tscheuschner als Bürgermeister von Fehmarn die Fusion der Städte und Gemeinden zum Erfolg geführt. Professor Ingelore Welpe ist Expertin auf dem Gebiet der Moderation emotionaler und inhaltlich schwieriger Prozesse, zu denen zweifelsohne die Entscheidungsfindung für oder gegen eine Fusion gehört. Ingelore Welpe erläuterte die Phasen, in denen sie gestützt auf Daten einer Fusions-Machbarkeitsstudie, die allerdings nicht von ihr erarbeitet würde, eine zielbezogene und für beide Seiten faire und für die Bürger transparente Informationsverarbeitung begleiten würde.

Auch die Experten Koellner und Tscheuschner stellten die Schritte und Themen dar, anhand derer sie ein Gutachten erstellen würden. „Ich liefere Ihnen keine einzig richtige Lösung, aber Argumente, Fachwissen und Entscheidungshilfen“, so Klaus Tscheuschner, der für seine Analysen auf Zuarbeiten der Verwaltungen angewiesen ist. Auch Angela Koellner merkte an, dass ein Gutachten nicht Antworten auf alle Fragen geben werde und gab die Empfehlung, sich auf „die großen Fragen“ zu konzentrieren. Ihr Unternehmen würde Rahmenbedingungen und Szenarien bei Eigenständigkeit der Kommunen und Fusion selbstständig beleuchten.

Änderung der Tagesordnung / Öffentliche Vorstellung der Experten: Die Sitzung des Arbeitskreises Fusion begann mit einer Kritik an der Tagesordnung. Denn die sah vor, dass sich die drei eingeladenen möglichen Gutachter beziehungsweise Moderatoren des Fusionsprozesses in nicht öffentlicher Sitzung des Arbeitskreises vorstellen und ihre Angebote präsentieren.

„Aus Sicht der Tornescher SPD gibt es ja keine Gründe für eine Fusion. Aber in der letzten Arbeitskreis-Sitzung wurde nunmal der Mehrheitsbeschluss gefasst, Fusions-Experten einzuladen. Und nun soll deren Vortrag nicht öffentlich erfolgen? Das verwundert uns schon sehr. Wir beantragen Öffentlichkeit“, so Horst Lichte von der Tornescher SPD. Er stieß damit bei allen Tornescher und Uetersener Arbeitskreis-Mitgliedern auf Zustimmung. Die Uetersener Seite wollte zudem wissen, wer denn verantwortlich für diese Tagesordnung sei. Gunnar Werner, Vorsitzender des Tornescher Hauptausschusses, merkte an, dass die Tagesordnung in Absprache mit der Tornescher Verwaltung erfolgte. Und die hatte Nichtöffentlichkeit vorgeschlagen, da bei der Expertenvorstellung auch Preise genannt werden. Auch die Beratung über ein weiteres Vorgehen und eine Auftragsvergabe sollte in nicht öffentlicher Sitzung erfolgen. „Kein Wunder, dass an so einer Veranstaltung kein Interesse seitens der Bürger besteht“, merkte Horst Lichte an.

Der Vorsitzende des Uetersener Sonderausschusses Fusion, Adolf Bergmann (CDU), machte deutlich, dass sein Sonderausschuss keine Entscheidung für eine Gutachter-Auftragsvergabe vornehmen, sondern nur eine Empfehlung an den Uetersener Hauptausschuss geben kann, da dieser die finanziellen Entscheidungen trifft. Die Arbeitskreis-Politiker kamen daher überein, die Darlegungen der Experten ohne Preisvorstellungen in öffentlicher Beratung entgegenzunehmen und die Informationen und nicht öffentlich gelieferten Kostenvorstellungen in den Fraktionen zu diskutieren. Die Uetersener Seite wird ihrem Hauptausschuss dann einen Vorschlag unterbreiten. In Tornesch ist der Hauptausschuss sozusagen auch der Fusionsausschuss. Da der Uetersener Hauptausschuss erst Ende Januar 2012 tagt, wurde als Termin für die nächste gemeinsame Sitzung des Fusions-Arbeitskreises der 16. Februar 2012 vereinbart.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert