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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 22:10 Uhr

Elblinien : Auch Schröder will die Fähre

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Berliner Innenstaatssekretär und Kreis Pinneberger CDU-Vorsitzende Ole Schröder hat die Pläne für eine Fährverbindung zwischen Wedel und Jork in Niedersachsen begrüßt. Bei einem Treffen mit Vertretern des verantwortlichen Hamburger Unternehmens Becker Marine Systems und Wedels Bürgermeister Niels Schmidt sagte er, das Projekt „elblinien“ würde dem Kreis eine zuverlässige Verbindung über die Elbe verschaffen. Anfang des Jahres hatte Becker Marine Systems, Hersteller von Hochleistungsrudern und Schiffs-Manövriertechnik, die Pläne für eine Fährverbindung öffentlich vorgestellt (UeNa berichteten). Demnach sollen möglicherweise bereits ab Frühling 2016 zwei Fähren im 30-Minuten-Takt zwischen Wedel und Jork verkehren. Befördern können sie bis zu 200 Personen und 60 Autos. Dafür soll der noch brach liegende Hafen in Wedels neuem ElbeBusinesspark genutzt werden.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2014 | 23:06 Uhr

Schröders Vorstoß kommt zu einem Zeitpunkt, da die Pläne in den politischen Gremien intensiv diskutiert werden, eine endgültige Positionierung der Stadt allerdings noch aussteht. „Die Fähren mit ihrer neuen LNG-Antriebstechnologie wären ein Vorzeigeprojekt für die gesamte Metropolregion“, sagte der Bundestagsabgeordnete. Die Fähren sollen mit umweltfreundlichem verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben werden und damit Schiffsverkehr neue Maßstäbe setzen.

Schröder betonte gegenüber Journalisten, die Flugzeugwerft in Finkenwerder sei durch eine Fährlinie zwischen Wedel und Jork aus dem Kreis Pinneberg deutlich besser erreichbar und auch für Fußgänger und Radfahrer eine Alternative. Auch deshalb begrüße er die Pläne. Bei Becker Marine Systems wird derzeit an einer belastbaren Kostenkalkulation gearbeitet, um den beteiligten Kommunen eine Entscheidungsgrundlage zu schaffen. Während die Finanzierungsfragen also noch weitgehend offen sind, könnte sich eine andere drängende Frage der Fraktionen im Wedeler Parlament geklärt haben: In einem Gutachten kommt Professor Dietrich Fornaschon, Sachverständiger für Verkehrsplanung bei der IHK Stade, zu dem Schluss, dass das durch den Fährbetrieb zu erwartende höhere Aufkommen an Fahrzeugen nicht zum Verkehrskollaps auf den zuführenden Straßen führen wird. In einem Interview mit einem Marine-Fachmagazin hatte Ralf-Thomas Rapp, Direktor LNG bei Becker Marine Systems, diese Nachricht vor einigen Tagen als ausgesprochen gut bezeichnet. Rapp betonte im Gespräch mit Ole Schröder, das Projekt finde immer mehr Unterstützer, darunter auch „wichtige Personen des öffentlichen Lebens“. Das habe eine Umfrage des Unternehmens auf Facebook gezeigt.

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