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Jahresversammlung : Auch Helfer brauchen mal Hilfe

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Der größte und schwierigste Einsatz der vergangenen Jahre“ hat die Heistmer Feuerwehr gleich am Beginn 2013 beschäftigt, so Wehrführer Helmut Ossenbrüggen während der Jahresversammlung in der Feuerwache, und das war „das dritte Großfeuer in nur drei Monaten.“ Am Neujahrsmorgen um 6.15 wurden die Blauröcke alarmiert. Am Ende des Einsatzes gegen 18 Uhr waren 100 Feuerwehrleute an der Brandstelle am Großen Ring gewesen und fast alle Nachbarwehren hatten geholfen.

Das Problem: Das Mehrfamilienhaus ist kurz zuvor umfangreich energetisch saniert worden. „Äußerst schwierig, an das Feuer heranzukommen“,. sagte der oberste Heistmer Brandschützer. In den Zwischenräumen konnte sich das Feuer gut geschützt vor dem Löschwasser ausbreiten. „Drei Familien wurden obdachlos und als Brandursache vermutet die Polizei Silvesterböller“, bilanzierte Ossenbrüggen.

Gefordert waren die Kameraden auch bei einem Absturz nahe dem Flugplatz. Anfangs gab es nur vage Informationen über den Absturzort, sagte er. Unklar war, wie viele Personen sich in der Machine befanden. Ein Passant entdeckte das Wrack nach 20 Minuten. „Als wir an der Einsatzstelle eintrafen, bot sich uns ein grausiges Bild“, erinnert sich der Wehrführer. Die Maschine sei total zerstört gewesen. Nacheinander wurden zwei Leichen entdeckt. „Einige Kameraden haben das nicht so gut weggesteckt“, sagte Ossenbrüggen, weswegen das SBE-Team (Stressbewältigung nach belastenden Ereignissen) hinzugezogen wurden.

Zwei Teammitarbeiter kamen anschließend in die Feuerwache und nach vier Wochen gab es ein Nachbearbeitungsgespräch. „Es ist gut angenommen worden von unseren Kameraden und wir werden in Zukunft bei solch schweren Einsätzen auf jeden Fall das SBE-Team mit einbeziehen“, lobte der oberste Heistmer Blaurock.

Er musste sich unter dem Tagesordnungspunkt „Wahlen“ dem Votum der Kameraden stellen – und bekam mit 45 Ja-Stimmen bei 45 Anwesenden ein Traumergebnis. „Ich bin von den Socken“, kommentierte Ossenbrüggen, denn er habe „einigen auf die Füße getreten. Das lässt sich nicht vermeiden.“ Wichtig sei, dass man sich hinterher zusammensetze. Nicht wieder antreten wollte der stellvertretende Wehrführer Hartmut Glasshoff. Zu seinem Nachfolger wurde Kai Ludewigs mit 36 Stimmen gewählt. 24 Einsätze arbeitete die Wehr 2013 ab. 2012 waren es zehn, 2011 17 Einsätze. Die Dienstbeteiligung lag bei 74 Prozent und damit ein Prozent unter dem Vorjahr. Einzelne Kameraden hätten durch unentschuldigtes Fehlen den Schnitt erheblich gesenkt, kritisierte Ossenbrüggen.

Wahlkabinen ausgeliehen

Knapp dreieinhalb Stunden dauerte die Jahresversammlung der Heistmer Feuerwehr, denn es musste kräftig gewählt werden. „Wir haben uns die Wahlkabinen der Gemeinde ausgeliehen“, sagte Wehrführer Helmut Ossenbrüggen. Gruppenführer Kai Ludewigs ist zum stellvertretenden Wehrführer gewählt worden. Ein Nachfolger musste also gefunden werden, und der wurde Florian Harder. Nicht wieder zur Verfügung wollte sich Gruppenführer Henning Ossenbrüggen stellen. Auf ihn folgt Arne Zorn, vormals stellvertretende Gruppenführer. Sein Amt übernahm Vieth Rene Both. Das Amt des Jugendwartes stellte Ernst-Niko Koberg zur Verfügung, weil er sich auf seine Arbeit als Kreisjugendwart konzentrieren will. Zu seinem Nachfolger wurde Kay Lohse gemacht. Wiedergewählt worden sind der stellvertretende Gruppenführer Thorsten Möller, Kassenwart Rainer Witthuhn und der stellvertretende Jugendwart Knut Plehn.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Frank Homrich beförderte Heiko Witt zum Oberlöschmeister. Löschmeister kann sich nun Sven Radau nennen. Hauptfeuerwehrmann mit drei Sternen sind nun Carsten Hackert, Matthias Müller und Christian Röttger. Michael Schinz, Hauke Suhl, Torben Möller, Marcel Timm und John Marvin Witthuhn sind zu Hauptfeuerwehrmännern befördert worden. Oberfeuerwehrmann darf sich jetzt Tore Möller, Florian Ott, Bennit Witt und Hendrik Ossenbrüggen nennen. Zur Oberfeuerwehrfrau wurde Janett Lalla gemacht.

Für 20-jährige Mitgliedschaft wurde Bernd Hahlbrock geehrt. Marco Timm, Arne Zorn, Kay Lohse und Dirk Peters sind seit zehn Jahren dabei.

Lukas Hackert und Henrik Groth wurden von der Jugend- in die aktive Wehr aufgenommen. Tim Behncke begann sein Anwärterjahr.

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erstellt am 26.Jan.2014 | 18:31 Uhr

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